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Zeugnis
In Hessen sollen Schulen künftig entscheiden dürfen, ob sie Noten vergeben Foto: picture alliance / Arco Images GmbH

Bildungsreform
 

Hessen: Schulen können auf Zeugnisnoten verzichten

WIESBADEN. Einige Schulen in Hessen sollen künftig selbst entscheiden können, ob sie Noten vergeben oder schriftliche Bewertungen ausstellen. Die Reformidee geht auf eine Wahlkampfforderung Grünen zurück, die gemeinsam mit der CDU regieren. Im Koalitionsvertrag gebe es keine Einschränkung, die Regelung könne auf Grund-, Gesamtschulen und Gymnasien angewendet werden, sagte ein Sprecher des Kultusministeriums der FAZ.

Laut Koalitionsvertrag soll Schulen so die Möglichkeit gegeben werden, „Abweichungen bei der Unterrichtsorganisation und –gestaltung“ zu geben, auch bei der „Ausgestaltung der Leistungsnachweise“. 150 Bildungseinrichtungen können demnach schriftliche Bewertungen über die Lernerfolge der Kinder abgeben. Erst bei einem Schulwechsel müsse ein Zeugnis mit Ziffernoten ausgestellt werden.

Notenverzicht ist Angebot und keine Pflicht

Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Mathias Wagner betonte, bei der Regelung handele es sich um ein Angebot und keine Pflicht. Allerdings könnten so bessere Leistungen erzielt werden. „Die Bildungsziele sind mit einer anderen Pädagogik teilweise besser zu erreichen.“ Beim Koalitionspartner CDU gebe es noch Vorbehalte gegenüber der Zeugnis-Reform.

Nach dem Willen der Grünen sollen die betreffenden Schulen weitere Freiheiten erhalten. So könnten sie fächerübergreifenden Unterricht erteilen und die Schüler stärker in die Gestaltung der Stunden einbeziehen. (ag)

In Hessen sollen Schulen künftig entscheiden dürfen, ob sie Noten vergeben Foto: picture alliance / Arco Images GmbH
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