Mittelmeerroute

Mission Lifeline nimmt 100 Migranten an Bord und sucht Hafen

DRESDEN. Das Flüchtlingsschiff Eleonore der Dresdener Organisation Mission Lifeline hat am Montag im Mittelmeer rund 100 Migranten aus Seenot gerettet. Bei ihnen handelt es sich größtenteils um Schwarzafrikaner. Der Kapitän des Bootes, Claus-Peter Reisch, bat die Bundesregierung um die Vermittlung eines Hafens gebeten, schrieb Mission Lifeline auf Twitter.

Am Samstag war das Schiff von Mission Lifeline in See gestochen. Es fahre unter deutscher Flagge und sei Reisch übereignet worden. Um eine mögliche Anmeldung durch Mission Lifeline nicht zu gefährden, habe der T-Shirt-Hersteller „Human Blood“ das Schiff gekauft, berichtete der MDR. Im Mai war Reisch auf Malta zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt worden, weil er ein nicht ordnungsgemäß registriertes Schiff für Mission Lifeline gesteuert hatte.

Auch Sea-Eye ist wieder im Mittelmeer

Mission Lifeline beklagte, die Mannschaft der Eleonore sei bei ihrem Einsatz von der libyschen Küstenwache bedroht worden. Die Flüchtlingsorganisation warf der europäischen Grenzschutzagentur Frontex vor, gemeinsam mit Libyen die Migranten nach Afrika zu „verschleppen“.

Unterdessen meldete auch Sea-Eye, daß ihr Schiff Alan Kurdi wieder ins Mittelmeer aufgebrochen sei. Laut der Berliner Flüchtlingsorganisation war es von Spanien aus wieder zu einem Einsatz gestartet und werde am Freitag vor libyschen Küste eintreffen. (ag)

Mitglieder der Flüchtlingsorganisation Mission Lifeline Retten Migranten aus Seenot Foto: picture alliance/Johannes Filous/dpa

Unterstützung

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat: Unterstützen Sie die JF mit einer Spende.

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen

All articles loaded
No more articles to load

aktuelles

All articles loaded
No more articles to load