John Cleese

„London ist keine englische Stadt mehr“: Kritik für Monty-Python-Star sorgt für Kritik

LONDON. Der Schauspieler John Cleese hat für seine Aussage, London sei keine britische Stadt mehr, für Kritik gesorgt. „Die Londoner wissen, daß unsere Vielfalt unsere größte Stärke ist. Wir sind stolz darauf, die englische Hauptstadt, eine europäische Stadt und ein globales Zentrum zu sein“, sagte Londons Bürgermeister Sadiq Kahn.

Der islamische Labour-Politiker reagierte damit auf einen Tweet von Cleese. Der als Mitglied von Monty Python berühmt gewordene Komiker schrieb darin: „Vor einigen Jahren war ich der Meinung, daß London keine englische Stadt mehr ist. Seitdem haben praktisch alle meine Freunde aus dem Ausland meine Beobachtung bestätigt. Es muß also etwas Wahres dran sein … Ich stelle auch fest, daß London die britische Stadt war, die am stärksten dafür gestimmt hat, in der EU zu bleiben.“

„Ich weiß nicht, was in London los ist“

Twitter-Nutzer warfen ihm daraufhin unter anderem Rassismus vor. Seine Worte seien jedoch nicht rassistisch, sondern „kulturistisch“ gewesen. „Ich vermute, ich muß mich für meine Liebe zu meiner englischen Erziehung entschuldigen. Aber in mancher Hinsicht finde ich sie ruhiger, höflicher, humorvoller, weniger geldorientiert als die, von der sie jetzt ersetzt wird.“

Bereits 2011 hatte Cleese laut dem Guardianim australischen Fernsehen gesagt: „Ich bin nicht sicher, was in Großbritannien los ist. Lassen Sie mich das sagen, ich weiß nicht, was in London los ist, weil London keine englische Stadt mehr ist und sie deshalb die Olympischen Spiele bekommen hat. Sie sagten: ‘Wir sind die kosmopolitischste Stadt der Welt’, aber sie fühlt sich nicht mehr englisch an.“ (ls)

John Cleese: „Alle meine Freunde aus dem Ausland haben meine Beobachtung bestätigt“ Foto: picture alliance / empics

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