Apple-Vorstand Angela Ahrendts Foto: picture alliance / Photoshot
Verwaltungsräte

Kalifornien beschließt Frauenquote und Bußgelder

SACRAMENTO. Der US-Bundesstaat Kalifornien hat eine neue Quotenregelung für börsennotierte Unternehmen beschlossen. Bis Ende 2019 müssen am Aktienmarkt gehandelte Firmen mit Sitz in Kalifornien mindestens eine Frau in ihren Verwaltungsrat berufen, meldete die Nachrichtenagentur Reuters.

Gouverneur Jerry Brown unterzeichnete am Sonntag abend das Gesetz. Die Regelung wird in den folgenden Jahren automatisch strenger. Demnach müssen bis Ende 2021 Unternehmen mit fünf Sitzen Aufsichtsratsposten zwei Plätze für Frauen reservieren, Firmen mit sechs oder mehr Sitzen jeweils drei Plätze. Bei Verstößen droht ein Bußgeld von bis zu 300.000 Dollar (rund 260.000 Euro).

Betroffen von der neuen Regelung seien auch die Technologiefirmen Google, Facebook und Apple. Alle drei müssen bis 2021 mindestens eine weitere Frau ins Direktorium aufnehmen, um nicht gegen das neue Gesetz zu verstoßen. Bei Apple sitzen beispielsweise elf Personen im Vorstand, wovon neben Angela Ahrendts lediglich eine weitere weiblich ist. (ls)

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