LONDON. Die britische Royal Bank of Scotland (RBS) hat alle Konten des russischen Medienunternehmens Russia Today (RT) geschlossen. Eine Sprecherin des russischen Außenministeriums sieht darin einen Schlag gegen die Pressefreiheit in Großbritannien.
Eine mögliche Erklärung für die unerwartete Kündigung aller Konten des Senders sieht die RT-Chefredakteurin Margarita Simonyan jedoch im neuen britischen Sanktionspaket gegen Rußland. Die EU diskutiert derzeit mit den USA gemeinsame Vorgehensweisen gegen den Kreml und seine Syrien-Politik.
Keine Gründe für Schließung bekannt
„Lang lebe die Meinungsfreiheit“, twitterte Simonyan als Antwort auf den Kündigungs-Brief der zur RBS gehörigen National Westminster Bank. In dem Schreiben wird weder ein Grund genannt, noch eine Möglichkeit zum Einspruch geboten.
Die Beziehung zwischen Großbritannien und Rußland ist bereits seit einiger Zeit angespannt. Im Vorjahr schloß die Bank Barclays bereits das Konto der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Rossiya Segodnya. (vi)
![DIESES FOTO WIRD VON DER RUSSISCHEN STAATSAGENTUR TASS ZUR VERFÜGUNG GESTELLT. [RUSSIA, MOSCOW - APRIL 15, 2026: Maxim Oreshkin, Deputy Chief of Staff of the Russian Presidential Executive Office, Russia's Deputy Prime Minister Alexander Novak (L-R), and Prime Minister Mikhail Mishustin (R) attend a meeting on economic issues held by Russian President Vladimir Putin at the Moscow Kremlin. Alexander Kazakov/Russian Presidential Press and Information Office/TASS]. Zu sehen ist Russlands Vize-Premier.](https://assets.jungefreiheit.de/2026/04/587848202.jpg)




