Markus Krall Freiheit oder Untergang
Nicolás Maduro
Nicolás Maduro: Niederlage nach 16 Jahren Regierung Foto: dpa

Parlamentswahl
 

Venezuela: Sozialisten gestehen Wahlniederlage ein

CARACAS. Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat die Niederlage seiner Vereinigten Sozialistischen Partei bei den Parlamentswahlen eingeräumt. „Laßt uns die Wahlergebnisse genau so akzeptieren, wie sie aus der Wahlbehörde hervorgehen“, sagte der Staatschef laut der venezolanischen Tageszeitung El Nacional in seiner Stellungnahme. „In Venezuela hat nicht die Opposition triumphiert. In Venezuela hat heute eine Konterrevolution triumphiert“, beklagte der Staatspräsident.

Die Sozialisten errangen mit einem Stimmenanteil von 23,35 Prozent 46 Sitze und verlieren damit erstmals seit 16 Jahren die Mehrheit. Bis zur Wahl hatten sie 99 der 167 Mandate kontrolliert. Wahlsieger ist die konservative Opposition. Das Zentrums-Wahlbündnis „Tafel der vereinigten Demokraten“ unter Jesús Torrealba steigerte sich um 36 Sitze und erreichte mit 99 Abgeordneten die absolute Mehrheit.

Aufgrund der verzerrenden Wirkung des gemischten Mehrheitswahlrechtes ist die Partei stärker repräsentiert als es ihr Wähleranteil von 52,69 Prozent hergibt. Mehr als 96 Prozent der Stimmen hat die Nationale Wahlkommission bisher ausgezählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 74,25 Prozent und damit höher als bei der vergangenen Wahl 2010 (66,45 Prozent). Mit dem Wahlsieg hat die Opposition ausreichend Mandate, um ein Referendum zur Abwahl des Präsidenten zu initiieren, dessen Amtszeit bis 2019 läuft. (cop)

 

Nicolás Maduro: Niederlage nach 16 Jahren Regierung Foto: dpa
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