Joachim Kuhs
Barrikaden in Kiew
Barrikaden in Kiew: Neue Ausschreitungen in Kiew Foto: Ronald Gläser

Ukraine
 

EU und USA erhöhen Druck auf Janukowitsch-Regierung

WASHINGTON. Nach den schweren Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Regierungsgegnern mit mehr als zwei Dutzend Toten nimmt der Druck auf die Staatsführung der Ukraine zu. Die USA verhängten für 20 ukrainische Beamte, denen Gewaltanwendung vorgeworfen wird, ein Einreiseverbot.

Auch die Europäische Union will ihren Kurs gegenüber der ukrainischen Regierung verschärfen. Sie erwägt nach Medienberichten eine Sperrung von Regierungskonten sowie Einreiseverbote für führende Regierungspolitiker. Präsident Wiktor Janukowitsch soll von den Maßnahmen jedoch nicht betroffen sein.

Neue Eskalation in Kiew

Unterdessen geben sich Opposition und Regierung weiter gegenseitig die Schuld an der Gewalteskalation. Nach Polizeiangaben wurden die Sicherheitskräfte auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew am Donnerstag von Heckenschützen beschossen. Mehr als 20 Polizisten sollen verletzt worden sein. Zugleich berichten Regierungsgegner von bis zu 25 erschossenen Demonstranten. Anhänger der Opposition versuchen derzeit das Regierungsviertel zu besetzten.

Rußlands Außenminister Sergej Lawrow forderte die EU und die Vereinigten Staaten auf, ihren Einfluß auf die Opposition zu nutzen, um weitere Gewaltexzesse zu verhindern. Zugleich warf er den Regierungsgegnern vor, einen Staatsstreich anzustreben, berichtet die Nachrichtenagentur Ria Novosti. (ho)

Barrikaden in Kiew: Neue Ausschreitungen in Kiew Foto: Ronald Gläser
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