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Ludwig Schick
Ludwig Schick: Hoffnung für Christin Foto: dpa

Schwangerer droht Todesstrafe
 

Bischöfe fordern Freilassung von inhaftierter Christin im Sudan

KÖLN. Die deutsche Bischofskonferenz hat die sofortige Freilassung einer im Sudan zum Tode verurteilten schwangeren Christin gefordert. „Sie hat das Menschenrecht auf Eheschließung wahrgenommen. Dies darf niemals und nirgendwo die Todesstrafe oder Verhaftung nach sich ziehen“, sagte der Vorsitzende der Kommission Weltkirche, Erzbischof Ludwig Schick.

Die religiöse Freiheit sei eine „unverzichtbare Grundlage für den gesellschaftlichen Frieden“. Die sudanesische Justiz hatte sie schuldig befunden, vom Islam abgefallen zu sein und einen Christen aus dem Südsudan geheiratet zu haben. Ihr Vater ist Moslem, ihre Mutter orthodoxe Christin. Laut dem im Sudan geltenden islamischen Recht sind alle Kinder von islamischen Vätern automatisch ebenfalls Moslems.

Nach der Entbindung im nächsten Monat soll die seit Februar inhaftierte Christin zunächst 100 Peitschenhiebe erhalten und dann hingerichtet werden, berichtet die evangelische Nachrichtenagentur Idea. Demnach besteht derzeit allerdings die Hoffnung, daß die Frau freigelassen werden könne. Dies habe die sudanesische Botschaft in Italien in einem Schreiben an den Vatikan mitgeteilt. (ho)

Ludwig Schick: Hoffnung für Christin Foto: dpa
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