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England: Katholiken stoppen Homo-Messen

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Das Oberhaupt der englischen Katholiken: Vincent Nichols, Erzbischof von Westminster Foto:Mazur/catholicchurch.org.uk

LONDON. Die katholische Kirche in England hat Messen für Homosexuelle abgeschafft. „Die Morallehre der katholischen Kirche ist, daß Sexualität nur in einer Ehe zwischen einem Mann und einer Frau ausgelebt werden darf, die offen für die Fortpflanzung und das Aufziehen neuen menschlichen Lebens ist“, sagte der Erzbischof von Westminster und Chef der katholischen Kirche Englands, Vincent Nichols.

Die Messen für Schwule und Lesben im Londoner Stadtteil Soho waren in der Vergangenheit ein Hauptstreitpunkt zwischen der katholischen Kirche Englands und dem Vatikan gewesen. Dennoch wird es weiterhin eine spezielle pastorale Betreuung von homosexuellen Gläubigen geben, jedoch nicht mehr in Form einer Messe. Nichols ist ein entschiedener Gegner von Plänen des britischen Premierministers David Cameron, die Homo-Ehe in Großbritannien zu legalisieren.

Unter Homosexuellenvertretern innerhalb der katholischen Kirche Englands fand die Ankündigung Befürworter. Milo Yiannopoulos, schwuler Katholitik und Chefredakteur der Internetzeitung „The Kernel“, unterstützte gegenüber dem Sender Channel 4 die Entscheidung. Die bisherige „lächerliche Praxis“ widerspreche dem Sinn einer Messe. „Die Menschen versammeln sich als Mitglieder der Herde in Gleichheit vor Gott. Die Absicht der Messe ist, unterschiedliche Menschen zusammenzuführen. Eine separate Messe für Schwule zu veranstalten läuft dieser Absicht zuwider“, sagte Yiannopolous. (tb)

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