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Libyen
 

Internationaler Strafgerichtshof untersucht Gaddafi-Tod

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Gaddafi…
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…und ein Ausschnitt aus seinen letzten Stunden Fotos: Wikimedia/U.S. Navy photo und Ausschnitt/Youtube

DEN HAAG. Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat angekündigt, die Umstände des Todes von Muammar al-Gaddafi  zu überprüfen. Es gäbe Hinweise, daß der ehemalige libysche Machthaber vor seinem Tod gefoltert, verhöhnt und gedemütigt worden sei, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Während die Übergangsregierung in Tripolis davon ausgeht, Gaddafi sei bei einem Schußwechsel ums Leben gekommen, kursieren im Internet zahlreiche Videos, die ihn nach seiner Gefangennahme verletzt, jedoch lebend zeigen.

Die Filmaufnahmen legen zudem nahe, daß der frühere Diktator von Rebellensoldaten rektal mit einer Eisenstange malträtiert worden ist. Ähnliches hatte bereits der Nahost-Experte Peter Scholl-Latour in der ARD-Sendung Maischberger angedeutet: „Ich hätte Gaddafi eine Kugel in den Kopf gegönnt und nicht, daß er gepfählt worden ist mit einer Eisenstange.“

Auf Druck der Nato-Staaten hat der libysche Übergangsrat bereits angekündigt, die Todesumstände Gaddafis noch einmal zu untersuchen. Eine Auslieferung von Saif al-Islam, einem Sohn des früheren Machthabers, an den Internationalen Strafgerichtshofes lehnte die Regierung bisher jedoch ab. (ho)

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