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Großbritannien
 

Islamisten sollen britische Parteien unterwandert haben

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Westminster Palast in London: Radikale Moslems als heimliche Strippenzieher? Foto: Wikipedia/Sir James

LONDON. Der zur Labour-Partei gehörende britische Umweltminister Jim Fitzpatrick hat mit der Behauptung Aufsehen erregt, radikale Moslems hätten seine und andere Parteien unterwandert. 

Demnach soll das strengreligiöse Islamische Forum Europa (IFE), welches sich für die landesweite Einführung des islamischen Rechts einsetze, innerhalb von Labour eine eigene Schattenpartei aufgebaut haben.

„Sie verhalten sich wie eine fünfte Kolonne, die ihre Leute in den politischen Parteien plaziert und Mitglieder für diese rekrutiert; die versucht, einzelne Personen aufzustellen und wählen zu lassen, damit diese Macht und Einfluß ausüben, egal ob auf Kommunal- oder Staatsebene“, sagte Fitzpatrick dem konservativen Daily Telegraph.

Londoner Bezirk von radikalen Moslems unterwandert?

Deutlich zutage trete dieser Vormarsch im östlichen London. Innerhalb von zwei Jahren habe sich hier in einem Wahlkreis die Parteimitgliedschaft von Labour verdoppelt, wie eine vertrauliche Liste zeige. Etliche Kommunalpolitiker des Bezirkes London Borough of Tower Hamlets sollen ihren Sitz der IFE verdanken, darunter auch der Verantwortliche für die Verwendung öffentlicher Gelder.

Laut Recherchen der Zeitung und der Fernsehsendung „Channel 4’s Dispatches“ hätten IFE-Funktionäre und verbündete Gruppen mehr als zehn Millionen Pfund an Steuergeldern erhalten. Die meisten dieser Mittel waren dabei ursprünglich zur „Extremismus-Bekämpfung“ vorgesehen.

Schulen sollen islamische Feiertage einhalten

Auch sollen Schulen in dem Bezirk dazu angehalten worden sein, am Ende des Ramadan zu schließen, obwohl die Mehrheit der Schüler keine Moslems waren. Gemäßigte Muslime berichteten zudem von einer Vereinnahmung durch radikale IFE-Anhänger.

Ein Sprecher des IFE wies die Vorwürfe zurück. „Wenn überhaupt, sind Mitglieder der Labour-Partei eher dem IFE beigetreten als umgekehrt.“ Man selbst sei auch keine fundamentalistische oder extremistische Organisation und würde Gewalt nicht unterstützen. (FA)

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