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EU-Kommission will Visumspflicht für Bosnier und Albaner aufheben

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Innenkommissarin Cecilia Malmström: Anstieg der Asylanträge in Belgien und Schweden Foto: EU-Kommission
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BRÜSSEL. Bosnier und Albaner sollen künftig ohne Visum in die Staaten der Europäischen Union (EU) einreisen dürfen. Dies sieht ein Vorschlag der EU-Kommission vor, den Innenkommissarin Cecilia Malmström am Donnerstag vorgestellt hat.

Die Schwedin betonte jedoch, Bosnien-Herzegowina und Albanien müßten bis zu einer Umsetzung dieses Vorschlags noch wichtige Kriterien erfüllen, etwa beim Kampf gegen die Organisierte Kriminalität und Korruption.

Die EU hatte bereits im vergangenen Jahr die Visumspflicht für Serben, Mazedonier und Montenegriner abgeschafft. Da viele bosnische Serben über serbische Pässe verfügen, konnten sie dadurch den Visazwang für Bosnier umgehen.

EU-Parlament und Innenminister müssen noch zustimmen

Muslimische Bosnier blieben dagegen von solchen Reiseerleichterungen ausgeschlossen, was zu Kritik an der EU-Entscheidung geführt hatte. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete, habe der Wegfall der Visumspflicht in den betreffenden Staaten zu einer Ausreisewelle geführt.

Vor allem in Belgien und Schweden sei die Zahl der Asylanträge drastisch in die Höhe geschnellt, nachdem Reiseunternehmen in den Balkanstaaten vor allem unter ethnischen Albanern und Zigeunern gezielt dafür geworben hatten.

Malmström zeigte sich zuversichtlich, daß die Visumsfreiheit Ende des Jahres in Kraft treten könne. Die Entscheidung muß von den Innenministern der EU-Staaten und dem Europaparlament getroffen werden. (vo)

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