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Parteigericht entscheidet rechtskräftig: Finanzexperte Max Otte aus CDU ausgeschlossen

Parteigericht entscheidet rechtskräftig: Finanzexperte Max Otte aus CDU ausgeschlossen

Parteigericht entscheidet rechtskräftig: Finanzexperte Max Otte aus CDU ausgeschlossen

Der Ökonom Max Otte bei seiner Vorstellung als Bundespräsidenten-Kandidat der AfD am 25. Januar. Die CDU hat den Finanzexperten nun ausgeschlossen.
Der Ökonom Max Otte bei seiner Vorstellung als Bundespräsidenten-Kandidat der AfD am 25. Januar. Die CDU hat den Finanzexperten nun ausgeschlossen.
Der Ökonom Max Otte bei seiner Vorstellung als Bundespräsidenten-Kandidat der AfD am 25. Januar. Die CDU hat ihn nun ausgeschlossen. Foto: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
Parteigericht entscheidet rechtskräftig
 

Finanzexperte Max Otte aus CDU ausgeschlossen

KÖLN. Das Kreisparteigericht Köln hat den Volkswirt Max Otte aus der CDU ausgeschlossen. Es folgte damit dem Antrag des Bundesvorstandes. Der 57jährige hatte am 13. Februar als Kandidat der AfD für das Amt des Bundespräsidenten kandidiert. Die Union wählte in der Bundesversammlung jedoch den Amtsinhaber und Sozialdemokraten Frank-Walter Steinmeiner.

Der Parteiausschluß erfolgte „wegen parteischädigenden Verhaltens“, wie die CDU Köln am Mittwoch erklärte. Otte hatte noch bis zum 1. August Zeit, Einspruch gegen die Entscheidung einzulegen. Er ließ die Frist jedoch verstreichen und ist „nun rechtskräftig nicht mehr Mitglied der CDU“.

Otte gilt als Finanzexperte

Otte gehörte der CDU mehr als drei Jahrzehnte an. 1991 war er der Partei beigetreten. In den 1990er Jahren machte er sich auch einen Namen als Finanzexperte. Er schrieb mehrere Bestseller zur Wirtschaftsthemen.

2006 veröffentlichte Otte, der auch lange in den USA gearbeitet hat, das Buch „Der Crash kommt“. Darin prophezeite er den Zusammenbruch der Aktienmärkte. Als die Finanzkrise ein Jahr später begann, machten ihn sein Buch sowie seine wahrgewordenen Thesen einer breiten Öffentlichkeit bekannt.

Den Vorsitz der Werteunion, den er erst am 29. Mai 2021 übernommen hatte, legte Max Otte bereits am 30 Januar nieder. Auf den Verlust der Parteimitgliedschaft hat er bisher nicht reagiert. Auch auf Facebook und Twitter äußerte er sich dazu nicht.

Otte reagiert gelassen auf Beschluß

Die Kölner CDU dagegen begrüßte die Entscheidung des Parteigerichts. Diese bekräftige, „daß jedwede Art der Kooperation mit der AfD gegen die Grundsätze der CDU verstößt und parteirechtliche Konsequenzen nach sich zieht“.

Otte selbst reagierte gelassen auf den Beschluß. „Es kann kein parteischädigendes Verhalten sein, wenn ich als bürgerlicher Kandidat, auf Vorschlag von wem auch immer, als Alternative zu Frank-Walter Steinmeier (SPD) antrete.“ Eine Auseinandersetzung mit der CDU lohne nicht mehr, weswegen er keinen Einspruch gegen die Entscheidung einlegen werde. Im Herzen bleibe er  jedoch Christdemokrat.

(fh)

Der Ökonom Max Otte bei seiner Vorstellung als Bundespräsidenten-Kandidat der AfD am 25. Januar. Die CDU hat ihn nun ausgeschlossen. Foto: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
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