Markus Krall Freiheit oder Untergang

 

Elisabeth Noelle-Neumann im JF-Interview: Kritik an der Political Correctness in Deutschland

In einem Interview mit der am Freitag in Berlin erscheinenden Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT übt Elisabeth Noelle-Neumann Kritik an der Political Correctness in Deutschland. Die Leiterin und Gründerin des Instituts für Demoskopie in Allensbach (IfD) prophezeit: „Kein Prozeß der Schweigespirale hält ewig an.“ Politische Themen, die trotz des Bedürfnisses, diskutiert zu werden, mit einem Tabu belegt sind, forderten unsere Meinungsfreiheit heraus: „Über einen längeren Zeitraum läßt sich der Druck der öffentlichen Meinung gegen die Bevölkerungsmehrheit nur in ganz bestimmten Sonderfällen aufrechterhalten, etwa bei Themen, bei denen eine offene Diskussion den Zusammenhalt der Gesellschaft ernsthaft gefährden würde“, so die Professorin.

Die ehemalige Journalistin, die während der Zeit des Nationalsozialismus in Konflikt mit den Machthabern geriet, sieht auch heute noch die freie Äußerung der Meinung bedroht: „Wer sich dem Zeitgeist entgegenstellt und auch gegen die Mißbilligung durch seine Umwelt in anständiger Art und Weise für seine als richtig erkannten Ziele eintritt, braucht ungeheuren Mut“, mahnt Noelle-Neumann. 

Elisabeth Noelle-Neumann, geboren 1916 in Berlin, gilt als Wegbereiterin der wissenschaftlichen Meinungsforschung in Deutschland. 1947 gründete sie das Institut für Demoskopie in Allensbach. Im Dezember 2006 wurde sie in Berlin mit dem Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreis für Journalismus der Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT ausgezeichnet.

Das vollständige Interview finden Sie unter www.jungefreiheit.de 

V.i.S.d.P.: Thorsten Thaler, Chef vom Dienst, Hohenzollerndamm 27a, 10713 Berlin

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