Superwahljahr

 

Ethos auf Großleinwand

Zu einem vollständigen Familienfoto versammeln sich die Beteiligten des Falls „Hohmann-Günzel“ am 22. Mai in Berlin. Das Institut für Staatspolitik (IfS) veranstaltet in Zusammenarbeit mit der JUNGEN FREIHEIT sein 7. Berliner Kolleg zum Thema „Meinungsfreiheit und Tabu“. Das IfS, das an grundsätzlichen Fragestellungen stets stärker interessiert ist als an tagespolitischen Debatten, wird zunächst mit Vorträgen von Karlheinz Weißmann und Bernd Rabehl die Bedeutung des Tabus in seiner stabilisierenden Wirkung für die Ebene der Politik untersuchen und die politische Reaktion auf Martin Hohmanns Rede als klassischen Reflex auf einen Tabubruch beschreiben. Dieter Stein und Fritz Schenk werden in einem zweiten Teil Verlauf und Instrumentalisierung des Falls „Hohmann-Günzel“ nachzeichnen. General Reinhard Günzel selbst ist dann am Nachmittag mit seinem Vortrag zum „Ethos des Offiziers“ und in einem Gespräch mit Götz Kubitschek und Karlheinz Weißmann vom IfS zu hören. Nachdem nun auch Martin Hohmann und Johannes Rogalla von Bieberstein, Autor des Buchs „Jüdischer Bolschewismus“ (auf das Hohmann sich in seiner Rede stützte), ihr Kommen angekündigt haben, sind tatsächlich alle Protagonisten des Falls versammelt. Welche mobilisierende Kraft das Thema hat, zeigt der Zuspruch zur Veranstaltung: Über 450 Anmeldungen sind bisher beim IfS eingegangen. Die Organisatoren haben bereits reagiert und sind innerhalb des Tagungszentrums an der Emser Straße 12/13 (Berlin-Wilmersdorf) in den größten Saal umgezogen. Dort stellt die direkte Übertragung der Veranstaltung auf eine Großleinwand sicher, daß auch die Zuhörer in den hinteren Stuhlreihen nichts versäumen werden. Der Beginn des ersten Vortrags ist pünktlich um 10 Uhr.

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