Aufklärung im großen Stil

An jedem Werktag werden in Deutschland etwa 1.000 Abtreibungen vorgenommen. Die Tötung von rund einem Viertel bis einem Drittel unseres Nachwuchses hat weitreichende Folgen: die Überalterung beziehungsweise „Unterjüngung“ unserer Gesellschaft und die damit verbundene Rentenproblematik, aber auch der Verlust des Unrechtsbewußtseins, wenn Kindstötung im Mutterleib „rechtswidrig“, aber gleichzeitig „straffrei“ bleibt. Nicht vergessen werden darf auch, daß jede Abtreibung zwei Opfer hinterläßt: das Kind und die Mutter, die mit großen psychischen Problemen zurückbleibt. Millionen Frauen leiden bereits am sogenannten Post-Abortion-Syndrom mit irrationalen Ängsten und Depressionen bis hin zur Suizidgefährdung. Im Jahr 1997 wurde deshalb der Verein „Durchblick“ gegründet, der sich die Vermittlung der authentischen Lehre der katholischen Kirche zum Ziel gesetzt hat. Vor allem die Abtreibungsproblematik ist dem im baden-württembergischen Bruchsal ansässigen Verein ein Anliegen. Denn der Embryo entwickelt sich – nach den Worten des bekannten Embryologen Erich Blechschmidt – nicht „zum Mensch“, sondern „als Mensch“. „Durchblick“ möchte diesbezüglich Aufklärungsarbeit im großen Stil betreiben und sucht die Zusammenarbeit mit Christen aller Konfessionen. Der nur acht Mitglieder zählende Verein unter der Führung des heute 37jährigen Thomas Schührer, der auch die zweimonatlich erscheinende Zeitschrift Durchblick herausgibt, hat schon im September 2003 auf sich aufmerksam gemacht, als in Karlsbad bei Karlsruhe 1.000 weiße Kreuze auf einem Feld aufgestellt wurden. Dieser Hinweis auf das tägliche Ausmaß der vorgeburtlichen Kindstötung hat damals ein großes Medienecho gefunden. Nun plant „Durchblick“ seine nächste Großaktion: In den nächsten Monaten sollen alle 40 Millionen Haushalte in Deutschland ein Embryomodell aus Kunststoff zugesandt bekommen. Mit fünf Zentimeter Länge und drei Zentimeter Breite entspricht dieses Modell einem Embryo in der zehnten Schwangerschaftswoche – dem Zeitpunkt, zu dem die meisten Abtreibungen vorgenommen werden. Bei einem Kind in diesem Alter sind schon alle Organe vorhanden, es besitzt einen unverwechselbaren Fingerabdruck, fängt an zu greifen, kann schon Daumen lutschen und kleine Purzelbäume schlagen. Der Verein „Durchblick“, der von den Kirchen unabhängig ist und sich allein aus Spenden finanziert, will nach eigenen Angaben niemanden anklagen, sondern auf die Umstände und Folgen einer Abtreibung aufmerksam machen und so bewußtseinsbildend wirken. Erfahrene Beraterinnen stehen für Schwangere in Konfliktsituationen und für Frauen, die unter den Folgen einer Abtreibung leiden, zur Verfügung. Durchblick, Dossentalstraße 24, 76646 Bruchsal, Tel: 0 72 51/35 91 83, Internet: www.embryonenoffensive.de

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