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Merkel ärgern

Berühmt sein, und sei’s nur für Tage, das ist der Lebenstraum gängiger Existenzen. Deshalb boomen entsprechende TV-Formate wie „Deutschland sucht den Superstar“ oder Heidi Klums „Germany’s Next Topmodel“. Die nächste große Casting-Show bahnt sich nicht bei den Privaten an, sondern im ZDF. Hier probt man den Spagat zwischen Seriosität und Witzischkeit. Unter dem deutlich an Giuseppe Trapattonis „Ich habe fertig“ angelehnten Motto „Ich kann Kanzler“ mögen sich bis Ende März diejenigen beim Sender bewerben, die wähnen (beglaubigt durch einen möglichst leicht prominenteren Paten, durch einen „knackigen“ Wahlslogan und ein Kurzvideo), das Zeug zum Regierungschef zu haben (https://kanzler.zdf.de.) Wohl auch, um das Publikum des Zweiten Programms aufzujüngen, richtet sich der Aufruf an jene Klientel, die als wahlmüde und politikverdrossen gilt. Nicht älter als 35 Jahre dürfen die 40 Kandidaten sein, die im Mai zum Auswahlgespräch geladen werden. Am 19. Juni wird dann, nach anstrengendem Wahlkampfmarathon, der gültige Kanzler-Könner per TED durch die Zuschauer ermittelt. Das ZDF hat das Format aus Übersee gekauft. Kein Wunder, daß der ursprüngliche Titel zur Albernheit verfremdet wurde: Dort wurde ausgerechnet und weniger korrekt „The Next Great Leader“ gesucht.

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