Joachim Kuhs

 

Surprise-Sarah

Showbusiness — das können die Amerikaner, meint der ARD-Moderator Sven Lorig (Morgenmagazin). Das stimmt. Die Parteitage waren große Shows, nicht mehr und nicht weniger. Das Publikum gähnt gelangweilt, hat es das alles doch schon vor vier, acht … x Jahren gesehen. Einzige Ausnahme diesmal: Sarah Palin. Weil mit ihr keiner gerechnet hatte, ist sie die einzige Überraschung. Eine Frau als Vize an der Seite eines gealterten Republikaner-Präsidenten? Das kennen wir doch schon! Wieder mal hinkt die Wirklichkeit der TV-Fiktion hinterher. Vor drei Jahren gab es „Commander in Chief“, eine feministisch angehauchte Geschichte einer Vizepräsidentin, die durch den Tod des Amtsinhabers tatsächlich Präsidentin wird. In Deutschland lief die Serie bei Sat.1 im Jahr 2006 unter dem irritierenden Titel „Welcome, Mrs. President“. Trotz  Vorschußlorbeeren der Zeitgeistpresse blieb der Quotenerfolg aus. 2007 hat Sat.1 die Serie noch einmal gezeigt — am Samstagmorgen um 6 Uhr. Was schade ist, weil „Commander in Chief“, denken wir uns den Suffragetten-Anteil einmal weg, eigentlich eine gut gemachte Serie war.

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