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Lieber 500 Bücher

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Wenn wir an Schulkinder denken, dann überwiegt die Auffassung, der Fernseher mache sie blöd und der Computer helfe ihnen beim Lernen. Erinnern wir uns an den Höhepunkt des Internetbooms: Da führte die EU-Kommission sogar eine eEurope-Initiative durch, weil alles mit E irgendwie sexy klang (E-Commerce, E-Learning, E-Government). Diese Zeit ist lange vorbei. Und auch mit dem Unfug, der Computer sei automatisch eine Bereicherung beim Lernen, wird aufgeräumt: Deutsche Wissenschaftler haben jetzt nämlich herausgefunden, daß auch der PC oder der Mac die Fähigkeiten der Schüler in den Fächern Lesen, Schreiben und Rechnen gerade nicht fördern. Der PC bringt kaum Vorteile, kann aber Schüler mit all seinen brutalen PC-Spielen und sonstigen www.-Möglichkeiten von den Hausaufgaben abhalten. Die Pisa-Studie suggeriert das Gegenteil, weil in Haushalten mit einem Computer schlauere Schüler wohnten als in solchen ohne. Die Wissenschaftler hätten lieber mal danach forschen sollen, wie Kinder aus einem Haushalt mit mehr als 500 Büchern abschneiden – verglichen mit denen, die nur ein Telefonbuch besitzen.

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