Game over

Bei den sogenannten LAN-Parties – das sind Treffen, bei denen man mittels vernetzter Computer gegen- beziehungsweise miteinander spielt – geht es oft recht ungesund zu: Koffein- und zuckerstrotzende Getränke, ozon- und rauchgeschwängerte Luft und – last but not least – höchst ungesunde Knabbereien sind einfach nicht wegzudenken. Wesentlich extremer ging es jedoch Anfang August bei einem 28jährigen Südkoreaner zu, der nach 49 Stunden exzessiven Spielens in einem Internet-Café verstarb. Die Tatsache, daß er in dieser Zeit weder Speisen noch Schlaf oder Getränke genossen hatte, ließ ihn vor dem sternenkriegerischen Bildschirm einen Herzinfarkt erleiden. Seine Sitzung dauerte vom Abend des 3. August bis zum Abend des 5. August und war der populären Kriegssimulation "Starcraft" gewidmet. Erst kürzlich war er von seiner Firma gefeuert worden, weil er sich auch während der Arbeitszeit zu viel mit der Online-Spielerei beschäftigt hatte. Neben den klassischen Sucht- und Abhängigkeitsmustern wird wohl auch die Internetsucht künftig für ähnliche Folgen und prekären Schlagzeilen sorgen. Also Rechner aus (dem Fenster!?) und ab in die Natur, empfiehlt Euer EROL STERN

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