Einsatz für vier Pfoten

Es ist noch nicht allzulange her, da sah man auf RTL II die absonderlichsten Magazine, etwa „Die dümmsten Fußgänger der Welt“. Das einzige bis zum heutigen Tag fehlende Format ist jenes über die „Die dümmsten Hundehalter“. Diese Zielgruppe muß vermutlich erst noch erweitert werden, etwa mit der „Doku-Soap“ „Die Superfrauchen – Einsatz für vier Pfoten“ (14./21. April, 20.15 Uhr). Diese zeigt uns die ganz offensichtlich überforderten Hundebesitzer, deren „tierische Probleme“ mit Hilfe einer „Super-Nanny“ gelöst werden sollen, die dem Publikum den Hundehaltern zeigen, wie die richtige Erziehung ihres Vierbeiners auszusehen hat. „Schröder“ will sich nicht unterordnen Als erstes wird der Zuschauer mit „Schröder“ konfrontiert. Dieser wohnt wie sein Namensvetter in Berlin, allerdings nicht im Kanzleramt, sondern in Kreuzberg. „Schröder“, ein elfjähriger Mischling, wurde von seinem Herrchen auf Mallorca adoptiert. Er will sich nicht unterordnen und rastet ständig aus. Das, so erklärt Superfrauchen Angela Tank, sei nicht untypisch, denn „Hunde aus dem Ausland sind meist grenzenlos“. Doch einheimische wohl auch. In Hamburg wurde just zum Start der „Doku-Soap“ ein Kind von einem Rottweiler angefallen. Seither fordern Politiker die Einführung eines Hundeführerscheins, denn Hunde seien „noch gefährlicher als Waffen“. Wir erinnern uns an den Riesenschnauzer namens „Adolf“ in Berlin, der auf Zuruf des Herrchens seine Pfote reckte. Zu spät. Hier hätte Superfrauchen schon früher präventiv eingreifen sollen.

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