Wertewandel II

Weitere kuriose Aspekte heutiger Werte stellen die beigelegten CDs in Computerzeitschriften dar, deren nur eingeschränkt verwertbarer oder gar nutzloser Inhalt erst nach Eingabe eines kostenpflichtigen Freischaltcodes seine vollständige Wirkung entfaltet. Das ist vergleichsweise so, als ob man gratis einen unverschlossenen Maybach vor die Tür gestellt bekäme, jedoch den zum Fahren notwendigen Schlüssel erst noch bezahlen müßte. Dehnt man diese Betrachtungen noch weiter aus, so überkommt einen spätestens beim Gedanken an die heutige Finanzwirtschaft ein Schauer, da in unserer vernetzten Welt lediglich ein Bruchteil des sich im Umlauf befindlichen Geldes noch in seiner Ursprungsform Bargeld existiert. Tagtäglich wandern Billiarden Zahlungseinheiten in Form besagter Elektronen als sogenanntes Giralgeld um den Globus und wechseln annähernd mit Lichtgeschwindigkeit den Besitzer, egal ob es sich bei der Transaktion um das Bezahlen des Wochenendeinkaufs, der Steuern, des Telefons oder um den Erwerb einer Immobilie handelt. Den Großteil unseres Gehaltes erhalten wir also als "Naturalien" in Form von gebündelten Impulsen, wobei sich diese in ihrem Umfang kaum unterscheiden, egal um welche "Summen" es sich dreht. Auch gedruckte, also konkret existente Aktien sind kaum noch zu finden und selbst Grundbücher und Rentenakten werden zunehmend digitalisiert. Andererseits kann heutzutage auch jeder hochdotierte Akademiker oder teuer ausgebildete Experte mit seinem wertvollsten Wissen im Kopf auf Reisen den Zoll passieren und hat "nichts zu verzollen", observiert Euer nachdenklicher EROL STERN

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