Superwahljahr

 

Fauxpas

Ein äußerst peinlicher Patzer von Microsoft bei der Auslieferung des Büropakets Office 2003 hat kürzlich für negative Schlagzeilen gesorgt. Versehentlich wurde eine der beigefügten Schriftarten mit enthaltenen Hakenkreuz-Symbolen ausgeliefert. Das in Deutschland verbotene Zeichen steckt im Zeichensatz Bookshelf Symbol 7, und das gleich zweifach. Microsoft bedauerte öffentlich das Versehen und entschuldigte sich bei all jenen, die sich dadurch verletzt fühlen. Außerdem bietet Bill Gates‘ Konzern eine Datei zum Download an, welche die Schrift vollständig entfernt. Weltweit fragen sich Nutzer, wie das Symbol überhaupt in das Softwarepaket gelangen konnte. Dabei ist dessen Nutzung beispielsweise in den USA im Rahmen der Meinungsfreiheit teilweise legal. Sicher jedoch ist, daß der machthungrige amerikanische Multimilliardär Gates künftig immer mehr Häme in Form von Karikaturen über sich ergehen lassen darf. Ein Bild zeigt ihn beispielsweise in einer braunen Uniform mit einem Windows-Logo rund umrandet auf einer roten Fahne vor seinen ebenfalls in braune Uniformen gekleideten Heerscharen. Ähnliches passiert auch der in fast jedem Handy integrierten Texterkennung „T9“. Diese kennt nicht nur die gesamte Führungsriege des NS-Regimes, sondern liefert auch belastete Wortvorschläge wie Euthanasie oder Gaskammer. Ein getipptes „voll“ oder „Maxi“ wird daher schnell zu „Volk“ oder „Nazi“. Dahinter steht keine einschlägige Gesinnung der Entwickler, sondern die Tatsache, daß die Wortlisten aufgrund ihrer Nutzungshäufigkeit im Internet automatisch generiert wurden, erläutert Euer EROL STERN

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