Friendster

Die besten Ideen werden meist aus der Not geboren, so auch im Sommer letzten Jahres bei dem jungen Software-Ingenieur Jonathan Abrams, dessen Beziehung gerade zerbrochen war. Als PC-Freak scheute er natürlich den Weg über Single-Parties, Bars und Anzeigen, sondern machte sich im Web auf die Suche. Doch der Besuch von Dating- und Flirtseiten gestaltete sich als frustrierend, und so beschloß er, eine eigene zu gründen. Gestützt auf das „Kleine-Welt-Phänomen“, das erstmals 1967 von Stanley Milgram und J. Travers (Harvard) beschrieben wurde und besagt, daß nahezu jeder Erdenbürger über eine Kette von sechs bis acht gemeinsamen Bekannten miteinander verbunden sei, implementierte er diese Idee in seiner neugegründeten Internetgemeinschaft. Wer Friendster.com beitreten möchte, muß nach seiner Anmeldung Freunde mit einbringen, die wiederum ihre Freunde werben. Was sich wie ein unseriöses Schneeball-Spiel betrügerischer Anlageberater anhört, hat jedoch in den USA eingeschlagen wie eine Bombe und bereits das Massenphänomen Flashmobs in der Popularität überholt (Flashmobs sind spontane, über das Internet verabredete Zusammenkünfte, bei denen eine große Menschenmenge ohne ersichtlichen Grund dasselbe tut und dann wieder verschwindet). Die seit März ohne jegliches Marketing gestartete Seite zählt weltweit bereits mehr als drei Millionen Mitglieder, wobei sich jetzt auch noch eBay, Amazon, Napster und Yahoo finanziell beteiligten. Von diesem Geld werden nun die überlasteten Server ausgebaut, Werbung ist weder geplant noch notwendig, schreibstert Euer EROL STERN

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