Markus Krall Freiheit oder Untergang

 

Nach den Angriffen gegen Erika Steinbach und die Vertriebenen beschuldigt der ehemalige Außenpolitiker und Auslandschef des polnische Nachrichtenmagazin “Wprost“ nun auch Gerhard Schröder: Der Bundeskanzler erliegt dem Geschichtsrevisionismus

Heftige Vorwürfe richtet der Leiter der Auslandsredaktion des polnischen Nachtrichtenmagazins Wprost und ehemalige Staatssekretär im polnischen Außenministerium, Jerzy Nowakowski, an die Adresse Gerhard Schröders. Dieser drohe einem Geschichtsrevisionismus zu erliegen. Wörtlich sagte Nowakowski in einem Interview mit der am Freitag in Berlin erscheinenden Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT: “Die historische Sensibilität der Regierung Schröder ist offenbar geringer, als die von Bundeskanzler Helmut Kohl." In Deutschland kündige sich “eine extrem gefährliche neue Geschichtsbetrachtung … eine Revision deutschen Denkens an", die nicht nur “einschlägige Kreise zu infizieren", sondern der auch “Bundeskanzler Schröder zu erliegen droht".

Zwar gebe sich Schröder, etwa gegenüber Vertriebenen-Präsidentin Erika Steinbach, “verbal kritisch", so Nowakowski, dessen Magazin in der vergangenen Woche mit einem Titelbild provozierte, das Steinbach in SS-Uniform auf Schröder reitend zeigte, doch “auf der Ebene der Taten" unterstütze er die Vertriebenen mehr als alle seine Vorgänger. Dabei beschwöre Steinbach “die Geister der Vergangenheit". Deutsche Schüler lernten zunehmend über “die Erfolge der dynamischen Regierung Adolf Hitlers" und den “deutschen Opfergang" durch Bombenkrieg und Vertreibung. Und auch die “dominierende Erinnerung" an den Holocaust, beklagte Nowakowski.

V.i.S.d.P.: Thorsten Thaler, Chef vom Dienst, Hohenzollerndamm 27a, 10713 Berlin

Vollständige Liste mit den Autoren und Interviewpartnern der JUNGEN FREIHEIT

Probeabo JF 2021 Gratis lesen

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat: Unterstützen Sie die JF mit einer Spende.

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
Hierfür wurden keine ähnlichen Themen gefunden.
aktuelles