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Meinungsfreiheit: Spotify will gegen Falschinformationen vorgehen

Meinungsfreiheit: Spotify will gegen Falschinformationen vorgehen

Meinungsfreiheit: Spotify will gegen Falschinformationen vorgehen

Der Geschäftsführer des Audio-Anbieters "Spotify" will künftig Beiträge markieren, um gegen Falschinformationen über Corona vorzugehen Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Andre M. Chang
Der Geschäftsführer des Audio-Anbieters "Spotify" will künftig Beiträge markieren, um gegen Falschinformationen über Corona vorzugehen Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Andre M. Chang
Der Geschäftsführer des Audio-Anbieters „Spotify“ will künftig Beiträge markieren, um gegen Falschinformationen über Corona vorzugehen Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Andre M. Chang
Meinungsfreiheit
 

Spotify will gegen Falschinformationen vorgehen

STOCKHOLM. Der Audio-Streaming-Dienst Spotify hat angekündigt, zukünftig gegen sogenannte Falschinformationen über Covid-19 vorzugehen. „Für mich persönlich gibt es viele Leute auf Spotify, mit deren Ansichten ich überhaupt nicht übereinstimme. Wir wissen, daß wir eine entscheidende Rolle dabei spielen, freie Meinungsäußerungen auf unserer Plattform zu fördern und diese mit der Nutzersicherheit abzustimmen. In dieser Position ist es uns sehr wichtig, daß wir Regeln aufstellen und durchsetzen, ohne dabei wie Zensoren zu wirken“, teilte Spotify-Geschäftsführer Daniel Elk am Sonntag auf der Unternehmens-Website mit.

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Ihm sei klar geworden, daß die Plattform während der Corona-Pandemie mehr für die medizinische und wissenschaftliche Gemeinschaft tun müsse. Deshalb werde Spotify nun seine bewährten Plattform-Regeln veröffentlichen. „Diese Vereinbarung wurde intern von unserem Team in Zusammenarbeit mit einer Anzahl von Experten erarbeitet und wird regelmäßig aktualisiert, um der sich verändernden Sicherheitslage Rechnung zu tragen.“

Außerdem wolle das Unternehmen jede Podcast-Episode über Covid-19 mit einem Informations-Hinweis versehen. „Dieser wird die Nutzer direkt auf unseren Covid-19 Plattform führen, wo er leicht zugängliche und datenbasierte Fakten und die aktuellsten Informationen finden kann, auf die sich Wissenschaftler, Ärzte und Gesundheitsbehörden einigen können.“

Darüber hinaus werde Spotify damit anfangen, Produzenten an die hauseigenen Verhaltensregeln zu erinnern.

Joe Rogan widerspricht Vorwürfen

Zuletzt war Spotify wegen der Ansichten des weltweit erfolgreichsten Podcasters Joe Rogan in die Kritik geraten, den die Firma 2020 für 100 Millionen Dollar unter Vertrag nahm. Rogan hatte seine Hörer dazu aufgerufen, sich nicht gegen Corona impfen zu lassen. Die Musiker Neil Young und Jon Mitchel hatten deshalb ihre Songs von der Plattform entfernen lassen. Young bezeichnete die Streaming-Plattform als „Heimat lebensgefährlicher Corona-Falschinformationen“. Auch der britische Prinz Harry und seine Frau Meghan Markle äußerten Bedenken wegen der Ausstrahlung von „The Joe Rogan Experience“.

Rogan selbst widersprach den Vorwürfen in einem Instagram-Beitrag. Er habe niemals irreführend über Corona informiert. „Ich verspreche Ihnen, daß ich mein Bestes geben werde um kontroverse Standpunkte zukünftig mit anderen Meinungen zu konfrontieren, um einen besseren Blickwinkel zu bekommen.“ Gegen Neil Young und Joni Mitchell hege er keinerlei Groll. Weil auf Plattformen wie YouTube, Facebook und Instagram immer wieder Beiträge und Konten gelöscht werden, wurde in der Vergangenheit immer wieder über Meinungsfreiheit in den sozialen Netzwerken diskutiert. (fw)

Der Geschäftsführer des Audio-Anbieters „Spotify“ will künftig Beiträge markieren, um gegen Falschinformationen über Corona vorzugehen Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Andre M. Chang
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