Die Figur des Polizeihundes "Chase" (M.) aus der Kinderserie "Paw Patrol" gerät ins Visier der Anti-Rassismus-Kämpfer Foto: picture alliance / AP Photo
Die Figur des Polizeihundes „Chase“ (M.) aus der Kinderserie „Paw Patrol“ gerät ins Visier der Anti-Rassismus-Kämpfer Foto: picture alliance / AP Photo
Auswüchse der „Black Lives Matter“-Bewegung

Polizeihund zu nett: Kinderserie erntet Proteste

OTTAWA. Die „Black Lives Matter“-Proteste haben auch die kanadische Zeichentrickserie „Paw Patrol“ erreicht. In der Diskussion um vermeintliche Polizeigewalt warfen Unterstützer der Anti-Rassismus-Bewegung den Machern auf Twitter vor, die Figur des Polizeihundes „Chase“ zu freundlich darzustellen. Sie forderten die Absetzung der Sendung.

Zuvor hatten die Serien-Verantwortlichen eine Solidaritätsbekundung mit der „Black Lives Matter“-Bewegung veröffentlicht. Sie verkündeten, auf die Stimmen der schwarzen Bevölkerung hören zu wollen und daraus zu lernen. Die New York Times griff das Thema auf und schrieb: „Das Bemühen, Polizeibrutalität öffentlich zu machen, bedeutet auch, den Archetyp des guten Polizisten zu verbannen, der im Fernsehen herrscht.“ Daraufhin brach der Kritiksturm über die Macher von „Paw Patrol“ herein.

Aufgrund der seit Wochen anhaltenden „Black Lives Matter“-Proteste änderten bereits einige Sender und Streamingdienste ihre Angebote. So verschwand beispielsweise das  Südstaatendrama „Vom Winde verweht“ aus dem Programm des US-amerikanischen Video Anbieters HBO Max. Auch Netflix und die BBC reagierten und strichen als problematisch eingestufte Filme aus ihrem Angebot. (ag)

Die Figur des Polizeihundes „Chase“ (M.) aus der Kinderserie „Paw Patrol“ gerät ins Visier der Anti-Rassismus-Kämpfer Foto: picture alliance / AP Photo

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