Nach Orlando-Attentat

Facebook sperrt Schwulenportal nach Islamkritik

BERLIN. Das soziale Netzwerk Facebook hat die Seite des Schwulenportals gaystream.info wegen islamkritischer Beiträge im Zusammenhang mit dem Orlando-Attentat gesperrt. In den Artikeln war der „Homohaß im Islam“ kritisiert und hinterfragt worden, „inwieweit linksgrüne Aktivisten die Ursachen des Attentats verharmlost haben“.

Nach Angaben des Publizisten David Bergers sei die Seite ohne konkrete Hinweise auf einzelne Beiträge gesperrt worden. Alle Beiträge, die gegen die Richtlinien von Facebook verstoßen, seien gelöscht worden. „Welche Beiträge das sind, wird nicht genauer bekannt gegeben.“

Facebook: Hat die Seite des Schwulenportals Gaystream gelöscht Foto: Facebook Screenshot
Facebook: Hat die Seite des Schwulenportals Gaystream gesperrt Foto: Facebook Screenshot

Sein Account sei 30 Tage lang von Facebook gesperrt worden. Zuvor hatte er einen Artikel mit der Überschrift „Kölner Berufs-Homos erklimmen neue Stufe des Islam-Masochismus“ veröffentlicht.

Gegenüber der JUNGEN FREIHEIT zeigte sich Berger empört über den Vorgang: „Daß diese Sperrung sowohl von der Facebook-Seite von Gaystream wie auch der Seite des Chefredakteurs der Seite zeitgleich stattfanden, ist kein Zufall – daß sie kurz nach dem Blutbad von Orlando getätigt wurden, ist Gipfel eines perfiden Vorgehens.“

Gaystream sei das einzige homosexuelle Magazin, das seit seinem Bestehen vor dem Homohaß der Islamisten und dessen Ausbreitung auch in den USA und Europa immer wieder gewarnt hab. Gaystream habe dabei bewußt immer rational argumentiert und auf jegliche Hetze verzichtet.

„Daß man gerade in der jetzigen Situation auf Facebook Homosexuellen Kritik am Islam ganz verbietet, erscheint mir wie ein böser Alptraum.“ (krk/ls)

Gaystream: Weist auf Schwulenhaß im Islam hin Foto: gaystream.info Screenshot

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