Linkspartei setzt „Junge Welt“ vor die Tür

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Titelseite der Jungen Welt vom 13. August 2011: Vor die Tür gesetzt Foto: Junge Welt

BERLIN. Die Linkspartei hat der kommunistischen Tageszeitung Junge Welt verboten, einen eigenen Stand auf dem kommenden Parteitag in Dresden aufzubauen. Wie das Blatt auf seiner Facebook-Seite mitteilte, erhielt die Junge Welt in der vergangenen Woche eine entsprechende E-Mail aus der Bundesgeschäftsstelle der Partei.

Nach eigenen Angaben hatte das ehemalige FDJ-Zentralorgan schon eine Zusage für einen eigenen Stand erhalten. Der Streit zwischen der Partei und dem linken Blatt spitzt sich damit weiter zu. Bereits nachdem die Junge Welt sich auf einer Titelseite 2011 für den Bau der Mauer 1961 bedankt hatte, war es zu Streit mit der Linkspartei gekommen.

Diese hatte mit einem Anzeigen-Boykott reagiert. Kurz darauf berichtete die Junge Welt jedoch, daß die Partei künftig weiter von „Fall zu Fall“ Anzeigen schalten werde. Der Fraktionschef der Linkspartei im Bundestag, Gergor Gysi, betonte in der Vergangenheit, er habe mit der Linksaußenpostille „schon lange nichts mehr am Hut“. (ho)

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