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Geschlechtsangleichung von Jugendlichen: Kinderpsychiater warnt vor Transsexuellengesetz der Grünen

Geschlechtsangleichung von Jugendlichen: Kinderpsychiater warnt vor Transsexuellengesetz der Grünen

Geschlechtsangleichung von Jugendlichen: Kinderpsychiater warnt vor Transsexuellengesetz der Grünen

Transgender
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Flagge der Transgender-Gemeinschaft auf einer Demonstration (Archivbild) Foto: picture alliance/ZUMA Press
Geschlechtsangleichung von Jugendlichen
 

Kinderpsychiater warnt vor Transsexuellengesetz der Grünen

Kritik am geplanten Transsexuellengesetz der Grünen kommt auch aus der Fachwelt. Der Kinderpsychiater Alexander Korte sieht in dem Zusammenhang auch eine problematische Berichterstattung über Transsexualität, die Schattenseiten ausklammere. Er spricht in dem Zusammenhang auch von einem „Zeitgeistphänomen“.
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MÜNCHEN. Der Kinder- und Jugendpsychiater Alexander Korte hat die von den Grünen geforderte Änderung des Transsexuellengesetzes kritisiert. „Es ist ein großer Fehler, was die Grünen da im Sinn haben“, sagte er der taz. Nach seiner Vorstellung sollte es kein sogenanntes Selbstbestimmungsgesetz geben, demzufolge schon 14jährige ihr Geschlecht wählen können. „Das wird auch zu Zerwürfnissen in Familien führen, weil mancher Teenager das dann gegen den Willen seiner Eltern durchsetzt.“

Zugleich warnte der Experte für Sexualmedizin und Geschlechtsdysphorie vor einer fehlenden selbstkritischen Überprüfung im beabsichtigten Gesetz. Seine Prognose lautete jedoch: „Das Gesetz kommt und bleibt nicht folgenlos für die medizinische Behandlungspraxis.“

Problematisch sei auch die Berichterstattung über das Thema Transsexualität. „In den Medien berichten Vorbilder euphorisch über ihre angeblich unkomplizierte medizinische Transition. Es wird so getan, als sei mit der Durchführung einer Geschlechtsangleichung das Paradies auf Erden erreicht. Dabei sind sie ein Leben lang abhängig von einer Hormonersatztherapie.“

Transsexualität sei „Zeitgeistphänomen“

Er verwies auf die Sexualforscherin Sophinette Becker. Die habe gesagt: „Liebe Leute, wir, die wir seit Jahrzehnten mit transsexuellen Patienten arbeiten, wir wissen doch, die wenigsten werden glückliche Menschen.“

Korte nannte Transsexualität ein „Zeitgeistphänomen“ und „eine neuartige Identifikationsschablone, für die es einen gesellschaftlichen Empfangsraum gibt“. Diese spreche in erster Linie die vulnerable Gruppe von weiblichen Jugendlichen an. So seien 85 Prozent der Transsexuellen biologische Mädchen. „Es ist in bestimmten Szenen hip, trans zu sein. Und davon fühlen sich in allererster Linie weibliche Jugendliche angesprochen, die einen sexualitätsbezogenen inneren Konflikt haben oder unter den gesellschaftlichen Rollenklischees oder Schönheitsidealen leiden – oder solche, die sexuell traumatisiert sind.“

Die Publizistin Alice Schwarzer hatte im Februar vor den Gefahren von Transsexualität als Trend gewarnt. „Vor allem immer mehr Mädchen und junge Frauen geraten in den Gendertrouble. Sie halten ihr so berechtigtes Unbehagen an der zunehmend widersprüchlich werdenden Frauenrolle für ’transsexuell‘“. Der US-Bundesstaat Arkansas verbot hormonelle Behandlungen und geschlechtsangleichende Operationen von transsexuellen Jugendlichen im April vergangenen Jahres. (ag)

Flagge der Transgender-Gemeinschaft auf einer Demonstration (Archivbild) Foto: picture alliance/ZUMA Press
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