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Modehaus in der Kritik: Fetisch-Werbung mit Kindern: Balenciaga zieht Kampagne zurück  

Modehaus in der Kritik: Fetisch-Werbung mit Kindern: Balenciaga zieht Kampagne zurück  

Modehaus in der Kritik: Fetisch-Werbung mit Kindern: Balenciaga zieht Kampagne zurück  

Werbekind von Balenciaga: Das Modehaus sorgt mit einer BDSM-Werbekampagne für Fassungslosigkeit
Werbekind von Balenciaga: Das Modehaus sorgt mit einer BDSM-Werbekampagne für Fassungslosigkeit
Gelöschtes Werbebild von Balenciaga Foto: Twitter
Modehaus in der Kritik
 

Fetisch-Werbung mit Kindern: Balenciaga zieht Kampagne zurück  

PARIS. Das Modeunternehmen Balenciaga hat nach Empörung eine Kampagne für Geschenkartikel zurückgezogen und sich entschuldigt. „Wir entschuldigen uns aufrichtig für jegliche verletzte Gefühle, die unsere Feiertagskampagne verursacht haben könnte. Unsere Plüschbären-Taschen hätten nicht mit Kindern abgebildet werden sollen“, teilte Balenciaga auf Instagram mit.

Das Unternehmen hatte bei seiner Kampagne auf mehreren Werbemotiven Kinder mit Objekten aus der Fetisch-Szene abgebildet. Einige von ihnen hielten etwa Plüschteddys in der Hand, die Bondage- und Ledergürtel trugen. Nutzer der sozialen Medien zeigten sich fassungslos. Sie warfen Balenciaga vor, sexuelle Inhalte mit Kindern zu bewerben und so gezielt Vorlagen für Pädophile zu liefern. Wieso die Werbung, die sich eigentlich an Erwachsene richtet, mit Kindern bebildert wurde, ist unklar.

Auch die Stiftung Kinderschutz Schweiz reagierte mit scharfer Kritik: „Wir bekommen oft Anfragen, ob gewisse Bilder in Ordnung sind, doch so etwas Krasses haben wir noch nie gesehen“, sagte Regula Bernhard-Hug dem Online-Portal 20 Minuten Lifestyle. „Wie das Kind da steht und den Teddybären hält – hier stimmt einfach gar nichts.“ Die Kampagne stelle die Kinder durch die Stofftiere mit BDSM-Kleidung und durch die Positionierung in einen sexuellen Kontext.

Werbefoto zu Balenciaga-Tasche heizt Debatte weiter an

Unterdessen befeuert ein weiteres Motiv von Balenciaga die Debatte weiter. Für die Werbung der sogenannten Hourglass Bag zeigt das von in San Sebastián gegründete Modehaus einen chaotischen Schreibtisch, auf dem sich unter anderem Bücher stapeln.

Eines davon ist ein Bildband über die Werke des belgischen Künstlers Michaël Borremans. Einzelne seiner Gemälde zeigen okkulte Rituale. So sind auf einem davon beispielsweise Personen in schwarzen Kutten und gleichfarbigen Kapuzen mit Sehschlitzen zu sehen, die sich im Kreis um einen Dachs versammeln.

Nutzer entdecken Dokument über Kinderpornographie

Unter der beworbenen Tasche lugen auch verschiedenste Dokumente hervor. Eines davon stach aufmerksamen Beobachtern ins Auge. Es handelt sich wohl um den US-Gerichtsprozeß „Ashcroft v. Free Speech Coalition“ aus den frühen 2000ern. In dem Fall wurde darüber verhandelt, ob virtuelle Kinderpornographie als freie Meinungsäußerung gilt.

Auch zum Bild mit der Hourglass Bag hat sich Balenciaga mittlerweile geäußert. „Wir entschuldigen uns, daß unangemessene Dokumente in unserer Kampagne zu sehen waren. Wir nehmen das Thema sehr ernst und werden rechtliche Schritte gegen die Verantwortlichen einleiten. Wir verurteilen Kindesmißbrauch aufs Schärfste. Wir stehen für die Sicherheit und das Wohlergehen von Kindern“, schrieb das Unternehmen. (zit)

Gelöschtes Werbebild von Balenciaga Foto: Twitter
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