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„Kampf gegen Rassismus“: Zürich entfernt das Wort „Mohr“ von Hausfassaden

„Kampf gegen Rassismus“: Zürich entfernt das Wort „Mohr“ von Hausfassaden

„Kampf gegen Rassismus“: Zürich entfernt das Wort „Mohr“ von Hausfassaden

Auch dieser Schriftzug in Zürich soll künftig nicht mehr zu sehen sein Foto: picture alliance/KEYSTONE | ENNIO LEANZA
Auch dieser Schriftzug in Zürich soll künftig nicht mehr zu sehen sein Foto: picture alliance/KEYSTONE | ENNIO LEANZA
Auch dieser Schriftzug in Zürich soll künftig nicht mehr zu sehen sein Foto: picture alliance/KEYSTONE | ENNIO LEANZA
„Kampf gegen Rassismus“
 

Zürich entfernt das Wort „Mohr“ von Hausfassaden

ZÜRICH. Die Stadt Zürich hat angekündigt, das Wort „Mohr“ an mehreren Hausfassaden in der Altstadt unkenntlich zu machen. „Für den Stadtrat ist klar: Rassismus darf nicht toleriert werden. Deshalb möchte er die Inschriften abdecken lassen“, teilte das Züricher Stadtparlament am Freitag mit.

Das „M-Wort“, wie das Gremium sich ausdrückte, habe heute eine „rassistische Wirkung“, ganz gleich, mit welcher Absicht es in der Vergangenheit gebraucht wurde. Betroffen seien zunächst zwei städtische Gebäude, auf denen die Inschriften „Zum Mohrenkopf“ und „Zum Mohrentanz“ zu lesen sind. Diese sollen verschwinden und stattdessen Tafeln mit erklärenden Texten angebracht werden. Das Baugesuch zu diesem Zweck sei bereits eingereicht worden.

Aufmunterung an private Besitzer

Auch im Falle zweier Gebäude in Privatbesitz will die Stadt gegen den angeblichen Rassismus an Hausfassaden vorgehen. Zwar könne sie niemanden zwingen, vermeintlich diskriminierende Darstellungen abzudecken. „Die Stadt möchte aber die privaten Besitzer ermuntern, mit dem städtischen Vorgehen gleichzuziehen, und steht hierfür in Kontakt mit ihnen.“

Auf einer der beanstandeten Hauswände ist die romantisierte Abbildung eines schwarzen Kindes mit der Inschrift „Zum kleinen Mohren“ zu sehen. Außerdem will der Stadtrat mehrere Plaketten ersetzen, in denen das Wort „Mohr“ Verwendung findet. (fw)

Auch dieser Schriftzug in Zürich soll künftig nicht mehr zu sehen sein Foto: picture alliance/KEYSTONE | ENNIO LEANZA
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