Animal Equality protest
Schauspieler Joaquin Phoenix bei einer Demo für eine fleischfreie Welt in London Foto: picture alliance / empics
„British Academy Film Awards“

Schauspieler Joaquin Phoenix beklagt Rassismus in seiner Branche

LONDON. Der Schauspieler Joaquin Phoenix hat den „British Academy Film Awards“ (Bafta) Rassismus vorgeworfen. „Wir haben farbigen Menschen eine klare Botschaft geschickt: Ihr seid hier nicht willkommen“, kritisierte Phoenix mit Blick auf die Nominiertenliste der Veranstalter. Darunter war kein einziger Schwarzer.

Bereits im Vorfeld der Preisverleihung hatten Twitter-Nutzer unter dem Hashtag #Baftassowhite auf diesen Umstand aufmerksam gemacht. Es gehe nicht um Almosen oder bevorzugte Behandlung, stellte Phoenix klar. „Die Menschen wollen einfach wahrgenommen, geschätzt und für ihre Arbeit respektiert werden.“

Auch Prinz William geißelt mangelnde Vielfalt

Sich selbst nahm Phoenix von seiner Kritik nicht aus. „Ich schäme mich, sagen zu müssen, daß ich Teil des Problems bin, weil ich nicht sichergestellt habe, daß es an den Sets an denen ich gearbeitet habe, immer inklusiv zugeht.“ Es gehe darum, „systemischen Rassismus wirklich zu verstehen“.

Dabei ist es Phoenix zufolge die „Verpflichtung der Menschen, die ein System der Unterdrückung geschaffen und davon profitiert haben“, dieses auch niederzureißen. „Das ist unsere Aufgabe“, betonte der Joker-Darsteller, der für seine Rolle die Auszeichnung als bester Schauspieler erhielt.

Am Tag der Preisverleihung hatte Phoenix noch auf der Tower Bridge in London für eine „fleischfreie Welt“ demonstriert. Auch Prinz William griff in seiner Rolle als Bafta-Präsident das Thema auf. Es könne nicht richtig sein, daß man heute noch immer über die Notwendigkeit reden müsse, „Vielfalt in diesem Sektor und im Preisverleihungsprozeß sicherzustellen“, sagte der Enkel von Königin Elizabeth II. (tb)

Schauspieler Joaquin Phoenix bei einer Demo für eine fleischfreie Welt in London Foto: picture alliance / empics

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