Der Ulmer Oberbürgermeister Gunter Czisch (CDU) bedauert seine Äußerung Foto: (c) dpa
Baden-Württemberg

Ulmer Bürgermeister rudert nach Vergewaltigungsaussage zurück

ULM. Der Ulmer Oberbürgermeister Gunter Czisch (CDU) hat sich für seine Äußerungen nach der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung einer 14jährigen durch Flüchtlinge entschuldigt. „Ich bedaure sehr, daß meine ursprüngliche Äußerung mißverständlich war. Selbstverständlich trägt das Mädchen keinerlei Schuld. Die Schuld an dieser Tat liegt ausschließlich und eindeutig bei den mutmaßlichen Tätern“, betonte das Stadtoberhaupt in einer Stellungnahme.

Die Staatsanwaltschaft Ulm ermittelt derzeit gegen fünf Asylbewerber, die das Mädchen in der Nacht zum ersten November vergewaltigt haben sollen. Die Verdächtigen stammen laut Bild-Zeitung aus Afghanistan, dem Irak und Iran. Vor der Tat habe das spätere Opfer Alkohol getrunken. Später seien der 14jährigen zudem Drogen verabreicht worden. Drei der mutmaßlichen Täter befinden sich in Untersuchungshaft.

Zunächst hatte der Christdemokrat gegenüber der Südwest Presse geäußert: „Ich frage mich allerdings, was ein 14jähriges Mädchen nachts in Ulm will. Eltern haben die Pflicht dafür zu sorgen, daß ein minderjähriges Mädchen nicht allein in der Stadt rumläuft.“ Alle müßten in die Pflicht genommen werden, damit solche Fälle verhindert würden. (ag)

Der Ulmer Oberbürgermeister Gunter Czisch (CDU) bedauert seine Äußerung Foto: (c) dpa

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