Kandel

Anklage: Mias Mörder war schon vor Tat gewalttätig

MANNHEIM. Der Mörder der 15 Jahre alten Mia aus Kandel soll das Mädchen vor der Tat mit Nacktbildern erpreßt haben. Wie die Bild-Zeitung unter Berufung auf die Anklageschrift berichtet, habe der afghanische Asylbewerber Abdul D. sein Opfer aus Eifersucht terrorisiert. Weil sich die Schülerin von ihm getrennt habe, habe Abdul D. aus Rache Nacktfotos von Mia ins Internet gestellt.

Schon zuvor soll der Afghane die Schülerin mehrfach geschlagen und gewürgt haben. Er habe ihr vorschreiben wollen, wie sie sich zu kleiden habe und sei ausgerastet, weil Mia im Freibad einen Bikini trug. Abdul D. sei dagegen gewesen, daß sich das Mädchen mit anderen Freunden traf und diese umarmt habe. Ihrem neuen Freund habe Mia berichtet, sie sei mit dem Asylbewerber am Ende nur noch zusammen gewesen, weil dieser sie mit den Fotos erpreßt habe.

Staatsanwaltschaft wirft Abdul D. Heimtücke vor

Abdul D. wird beschuldigt, Mia am 27. Dezember 2017 in einem Drogeriemarkt in der pfälzischen Kleinstadt mit mehreren Messerstichen getötet zu haben. Die Staatsanwaltschaft geht von Mord aus. Aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse liege eine „heimtückische Begehungsweise“ nahe.

Der Afghane hatte bei seiner Einreise nach Deutschland behauptet, am 1. Januar 2002 geboren zu sein. Somit wäre er bei der Tat 15 Jahre alt gewesen. Einem Gutachten zufolge dürfte sein Alter aber höher sein. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, daß Abdul D. zischen 18 und 20 Jahre alt ist. (krk)

Kerzen und Blumen vor dem Tatort in Kandel Foto: pciture alliance/dpa

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