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Polizist mit gezogener Dienstwaffe (Symbolbild) Foto: picture alliance / dpa
Aktualisiert

Reichsbürger schießt auf Polizisten – Ein Beamter gestorben

GEORGENSMÜND. Nach den Schüssen eines sogenannten „Reichsbürgers“ auf vier Polizisten ist einer der Beamten seinen schweren Verletzungen erlegen. Die SEK-Beamten waren zur Unterstützung der Mitarbeiter des Landratsamtes Roth hinzugezogen worden, um die Beschlagnahmung legaler Waffen des Mannes durchzusetzen. Ihm sollten die Waffen wegen „Unzuverlässigkeit“ entzogen werden. Der Mann eröffnete allerdings sofort aus einem Fenster das Feuer. Der Täter wurde festgenommen. Er selbst wurde leicht verletzt.

Der  Waffenbesitzer galt spätestens seit vergangenem Sommer als unzuverlässig. Er soll Mitarbeiter des Landratsamtes, die die Lagerung seiner 31 Lang- und Kurzwaffen überprüfen wollten, vom Hof gejagt haben. Daraufhin wurden seine Waffenbesitzkarte und sein Jagdschein für ungültig erklärt.

Bereits zweiter Vorfall

Es handelt sich nicht um den ersten Schußwechsel zwischen Polizisten und einem „Reichsbürger“. Im vergangenen August schoß Adrian Ursache (Ex-Mister Germany 1998) auf Polizeibeamte. Zwei Hundertschaften und das SEK waren zur Unterstützung des Gerichtsvollziehers nach Reuden (Sachsen-Anhalt) gekommen.

Dort sollte Ursaches Haus zwangsgeräumt werden. Es kam zur Schießerei zwischen den SEK-Beamten und dem Mann, der sein Grundstück zum „Staat Ur“ ernannt hatte. Ursache wurde dabei schwer verletzt.

Die sogenannten „Reichsbürger“ gehören einer Bewegung an, die die Bundesrepublik Deutschland nicht als Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches anerkennt. Die Bewegung ist in verschiedene Gruppen aufgeteilt, denen zum Teil vorgeworfen wird, extremistische und antisemitische Ansichten zu vertreten. (mec)

Polizist mit gezogener Dienstwaffe (Symbolbild) Foto: picture alliance / dpa

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