Wieder erschüttert ein Prozeß wegen bandenmäßigen Kindesmißbrauchs England (Symbolbild) Foto: picture alliance/dpa
Rotherham und Oxfordshire

Imam: Mißbrauchsskandal hat auch mit dem Islam zu tun

BERLIN. Im britischen Rotherham und Oxfordshire wurden über Jahre hinweg fast zweitausend weiße Kinder und Jugendliche von Pakistanern sexuell mißbraucht und zwangsprostituiert. Laut dem Direktor des Muslim Educational Center in Oxford, Taj Hargey, spielte dabei auch die islamische Kultur der Täter eine Rolle.

„Die Täter betrachten Nichtmoslems keineswegs als gleichwertige Menschen. Warum? Weil ihre islamische Erziehung ihnen das so beigebracht hat. Danach sind Christen zur Hölle verdammt. Daraus folgerten die Täter: Christen verdienen keinen Respekt. Und daraus: Man kann mit ihnen machen, was man will“, erläuterte der Islamwissenschaftler und Imam gegenüber der JUNGEN FREIHEIT.

Täter wurden von moslemischer Gemeinschaft

Die weißen Mädchen seien für die moslemischen Täter nichts als „Schlampen, Huren, Dreck, die man in ihrer Nichtwürdigkeit wie ein Stück Vieh nach Belieben benutzen und ohne Skrupel ausbeuten kann“.

Schuld daran sei auch die Interpretation des Islam, die in den Moscheen in Großbritannien gelehrt werde. „Die meisten unserer Moschee werden direkt oder indirekt mit Geld aus Saudi-Arabien finanziert“, kritisierte Hargey. Dadurch sei der radikale saudische Wahabismus und der Salafismus in Ländern wie Großbritannien, Frankreich oder Deutschland auf dem Vormarsch.

Die Täter seien zudem aus der moselmischen Gemeinschaft heraus gedeckt worden, beklagte der Imam. Weil die Opfer keine Moslems gewesen seien, habe sich die moslemische Gemeinschaft nicht für sie interessiert und sich so zum Komplizen gemacht. Hätten die Täter dagegen auch moselmische Mädchen mißbraucht, hätten sie Angriffe aus der islamischen Gemeinschaft fürchten müssen.

Angst vor Rassismuskarte

Der britischen Gesellschaft warf Hargey vor, die Taten aus Angst politisch korrekt zu verschleiern. Die Täter würden lediglich als „asiatisch“ beschrieben. Zwar seien Pakistaner Asiaten, „aber der Punkt ist nicht, daß die Täter Asiaten, sondern daß es Moslems sind“, betonte der Islamwissenschaftler.

Doch das werde aus Angst verschwiegen. „Weder will man die Moslems noch die Anhänger des Multikulturalismus verärgern. Man hat Angst, dann des Rassismus beschuldigt zu werden. Und man muß zugeben, daß viele Einwanderer auch gerne die Rassismuskarte spielen, wenn sie ihnen nützt.“ (krk)

Wieder erschüttert ein Prozeß wegen bandenmäßigen Kindesmißbrauchs England (Symbolbild) Foto: picture alliance/dpa

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