#metoo

Gillette warnt vor „toxischer Männlichkeit“

BOSTON. Der Rasierklingenhersteller Gillette ist auf den Zug der #metoo-Bewegung aufgesprungen. In einem Werbespot warnt das Unternehmen vor „toxischer Männlichkeit“ und fragt in einem dazugehörigen Tweet: „Ist es nicht Zeit, daß wir aufhören, schlechtes Verhalten zu entschuldigen?“ Vor allem der Satz „Jungs sind eben nun mal Jungs“ steht im Fokus der Kritik der Macher des Videos. Ein Zurück hin zu diesem Satz dürfe es nicht mehr geben.

Männer werden in dem Spot als aggressive und triebgesteuerte Personen dargestellt, deren Hand stets nur eine Armlänge vom nächsten sexuellen Übergriff entfernt ist. Die Reaktionen in den sozialen Netzwerken sind überwiegend negativ.

 

„Hey, Gillette, haltet Euch aus der Politik raus“, schrieb der amerikanische Talkshow-Moderator Joe Pags Pagliarulo.

Der Arzt Zuhdi Jasser, der in verschiedenen Fernsehsendern des Landes regelmäßige Gastauftritte hat, fragte das Unternehmen via Twitter: „Traut Ihr Euch nicht die #Thebestmencanbe-Kampagne auf arabisch auf Eurer Seite @gillettearabia zu vermarkten? Das hättet Ihr nämlich längst getan, wenn es Euch wirklich um den Kampf gegen frauenfeindliche Einstellungen ginge.“

(tb)

Junger Mann rasiert sich (Symbolbild) Foto: picture alliance / dpa Themendienst

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