Frauen sind bessere Versuchskaninchen

Feministinnen triumphieren: Frauen sind doch bessere Diplomaten, lassen sich nicht so leicht wie Männer manipulieren, schon gar nicht durch pharmazeutisch-chemische Hilfsmittelchen. Man hat es schon immer gewußt.

Wie das Fachblatt PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences) berichtet, hatten schwedische Forscher der Stockholm School of Economics festgestellt, daß man Männer durch Sondergaben des männlichen Geschlechtshormons Testosteron in wahre Risiko-Löwen verwandeln kann. Wer von den Probanden eine Extraportion Testosteron zu schlucken bekam, der wurde mutig bis an den Rand der Tollkühnheit, warf mit Geld nur so um sich, sprang – selbst wenn er Nichtschwimmer war – ohne Zögern vom Zehnmeterbrett.

Als die Wissenschaftler dasselbe mit Frauen im Alter zwischen 50 und 65 Jahren versuchten, passierte – überhaupt nichts. Die gedopten Frauen reagierten gar nicht auf die Testosteron-Gaben. Gerade bei den dramatischsten Risiko-Entscheidungen, die man ihnen nun vorhielt, blieben sie in üblicher Weise zögerlich, bedenklich, suchten nach weniger risikohaltigen Alternativen, waren also „vernünftiger“.

Die Versuchsergebnisse sind, so scheint’s, klar und unwiderlegbar. Über Interpretationen kann man sich freilich streiten. Wieso soll es denn ein Ausweis sozialer Privilegierung sein, wenn ein Geschlecht (die Frauen) nicht auf Pillen reagiert, die gar nicht für es bestimmt sind? Und wieso wird andererseits ein Geschlecht (die Männer) blamiert, wenn es auf dieselben, ja speziell auf es zugeschnittenen Pillen sehr wohl reagiert und wenn dabei, siehe Zehnmeterturmspringen oder Mit-Geldscheinen-um-sich-Schmeißen, einige Übertreibungen vorkommen?

Wenn sich hier jemand blamiert hat, dann höchstens die experimentierenden Sexforscher, ob sie nun weiblich oder männlich waren. Ihr Experiment war eine Schnapsidee, auch wenn das „Ergebnis“ jetzt triumphierend in den Medien herumgereicht wird. Diese Leute brauchen nicht mehr Testosteron, sondern weniger Alkohol.

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