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Chemikalien und andere Nährstoffe

Gegenseitiges Sich-auf-die-Schulter-Klopfen in der Lebensmittelbranche. Man hat es doch schon immer gewußt. Vorige Woche machte es ein Forschungsbericht des hochrenommierten Londoner Instituts für Hygiene und Tropenmedizin gewissermaßen amtlich: Biokost ist nicht gesünder, sondern nur teurer als die herkömmlichen Lebensmittel, sowohl was Fleisch als auch was Gemüse und Obst betrifft. Leute, achtet beim Lebensmitteleinkauf in der großen Krise auf euer Haushaltsgeld! Kauft bewußt preiswert, nicht auf Teufel komm raus bio! Ihr dürft es, die Wissenschaft macht euch Mut dazu.

An der Seriosität der Untersuchungsergebnisse ist nicht zu zweifeln. Mit ausgedehntesten Stichproben und penibelsten Testmethoden wiesen die Forscher nach, daß Bioprodukte weder beim allgemeinen Nährwert noch in der Geschmackskultur ein Prä für sich beanspruchen können. Sämtliche Parameter zeigten vielmehr Gleichstand an bzw. faktischen, nur durch minimale Ausschläge nach dieser oder jener Seite hin leicht verschatteten Gleichstand. Mineralstoffe, Vitamine, Kalorien, Geschmacksfermente – überall erwies es sich als vollkommen gleichgültig, ob man sich „normal“ oder „bio“ ernährt.

Letzten Montag allerdings, nachdem sie sich offenbar von der Schrecksekunde erholt hatten, schlugen die Bioköstler zurück. Wo bliebe denn, so fragten sie dringlich, die Suche nach den Schadstoffen? Von denen stehe in dem Londoner Bericht kein Wort, immer werde nur von Nähr- und Geschmacksstoffen gesprochen. Habe man aber auch einmal nach den Schadstoffen gefragt, die in den normalen Lebensmitteln eventuell enthalten seien und in der Biokost eventuell fehlten? Das sei doch das mindeste für einen seriösen Forschungsbericht.

Beim Hygiene- und Tropeninstitut gab es bisher nicht einmal im Ansatz eine Schrecksekunde. Tatsächlich, so verlautbarte man sogleich, habe man nicht nach eventuellen Schadstoffen in Lebensmitteln aus konventionellem Anbau geforscht. Warum auch? Dazu habe man keinen Forschungsauftrag gehabt, kein Geld und keine Extrastrategie. Nun warten viele darauf, daß die Bioköstler dem Institut eine komplette Schadstoff-Expertise finanzieren.

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