Joachim Kuhs

 

Wonneproppen statt Knoblauch-Pillen

Du bringst mich nochmal ins Grab, wenn du so weitermachst.“ Dieser von Pädagogen und Psychologen schon immer für fragwürdig gehaltene Satz von Vater oder Mutter zum eigenen Nachwuchs, wenn der mal wieder kräftig nervt, ist jetzt auch empirisch widerlegt. So haben Wissenschaftler bei der Auswertung der Lebensläufe von 1,5 Millionen Norwegern im Alter zwischen 45 und 68 Jahren herausgefunden, daß Mütter von zwei Kindern in dieser Altersgruppe ein halb so hohes Sterberisiko haben wie kinderlose Frauen. Auch bei den Vätern lag die Wahrscheinlichkeit, in diesem Alter zu sterben, um 35 Prozent niedriger als bei den Männern ohne Kinder, heißt es in einem Bericht der Apotheken Umschau. Auch die Eltern von einem Kind haben eine längere Lebenserwartung: Das Sterberisiko lag bei Frauen um 31 Prozent, bei Männern um 20 Prozent unter dem der Kinderlosen. Wer also später auf Knoblauch-Pillen und Ginseng-Tropfen verzichten möchte und trotzdem länger leben will, sollte beizeiten Kinder in die Welt setzen.

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