Hoffnung in dunkler Zeit

Die aktuelle Ausgabe der zweimonatlich erscheinenden und jeweils 50 Seiten umfassenden Zeitschrift Militär & Geschichte beschäftigt sich in ihrem Titelthema mit dem legendären Jagdflieger Oberst Werner Mölders. Er war der erste, der im Zweiten Weltkrieg die Zahl der Luftsiege des „Roten Barons“ Manfred Freiherr von Richthofen aus dem Ersten Weltkrieg erreichte. Mit 28 Jahren wurde Mölders für besondere Tapferkeit vor dem Feind mit den Brillanten zum Ritterkreuz ausgezeichnet. Am 22. November 1941 stürzte er als Passagier einer He 11 über dem Flugplatz Breslau-Schöngarten ab. Von der Bundeswehr Jahrzehnte über mit Recht geehrt, wurde er 2005 durch den damaligen Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) verbannt: Eine Kaserne, ein Zerstörer und das Jagdgeschwader 74 durften von nun an nicht mehr den Namen des hochdekorierten und hochgeehrten Fliegerhelden tragen. Ungeachtet dieser traditions- und geschichtslosen Fehlentscheidung genießt Oberst Werner Mölders nach wie vor nicht nur in den deutschen Streitkräften höchste Anerkennung und Wertschätzung und lebt als untadeliger Fliegeroffizier und bekennender katholischer Christ, der für viele Deutsche Licht und Hoffnung in dunkler Zeit war, in der Erinnerung weiter. Ein weiterer Beitrag befaßt sich mit dem Attentat von Sarajewo am schicksalhaften 28. Juni 1914. Nachdem der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand und seine Frau Sophie einem Mordanschlag durch einen serbischen Nationalisten zum Opfer fielen, explodierte das Pulverfaß Balkan, an dem die Lunte bereits seit Jahren glomm. Europa steuerte nun rasant auf die von vielen befürchtete, erwartete oder gar herbeigesehnte kriegerische Auseinandersetzung zu. Am 1. August 1914 begann schließlich der Erste Weltkrieg, der als „Urkatastrophe“ des alten Kontinents eine grundlegende Änderung der weltpolitischen Ordnung herbeiführen sollte. Am Ende dieses gewaltigen Völkerringens kam es 1919 zum sogenannten „Versailler Vertrag“, der trotz der durchaus erfolgreichen Verständigungspolitik eines Gustav Stresemann gegenüber dem alten Rivalen Frankreich das innenpolitische Klima in Deutschland dauerhaft und irreparabel vergiftete und nicht zuletzt auch zum Aufstieg des Nationalsozialismus und Adolf Hitlers beitrug. Über die „Amazonen – Kriegerische Frauen zwischen Legende und Wirklichkeit“ lesen wir im Sonderteil der Zeitschrift, daß schon der altgriechische Dichter Homer (Mitte des 8. Jh. v. Chr.) in seiner „Ilias“ die Amazonen als ein Volk von Kriegerinnen erwähnt, mit dem die Generation seines Vaters zu tun gehabt hätte. Der griechische Historiker Diodor (1. Jh. v. Chr.) berichtet ebenfalls von einem eigenartigen Volk am Fluß Thermodon in der Nähe des Schwarzen Meeres, das von Frauen beherrscht wurde, deren Königin ein Heer von Kämpferinnen trainierte, um sie gegen mißliebige Nachbarvölker in den Krieg zu schicken. Gleichzeitig wurden die Männer daheim als rechtlose Knechte gehalten, die Wolle spinnen und häusliche Arbeiten zu verrichten hatten. Eine Vorstellung, die manchen militanten Feministinnen nicht unsympathisch sein dürfte. Anschrift: Pabel-Moewig Verlag. Karlsruher Str. 31, 76437 Rastatt. Das Einzelheft kostet 3,20 Euro, das Jahresabo 21,60. Internet: militaer-und-geschichte.de

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