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Aufgeblasen

Das sogenannte deutsche Kulturleben nimmt immer Tollhaus-ähnlichere Züge an. Hier drei Höhepunkte aus der allerjüngsten Zeit: Die Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz vom Suhrkamp-Verlag wird beschuldigt, eine Hexe zu sein und Mithexen aus der Ukraine einfliegen zu lassen, um mit deren Hilfe in Frankfurt am Main ihre Verlagspolitik zu gestalten. Der Sozialphilosoph und linke Großideologe Jürgen Habermas wird beschuldigt, vor 63 Jahren als Hitlerjugend-Führer einen seiner Untergebenen mit Hitlergruß „zusammengeschissen“ zu haben, weil der den Sanitätsunterricht geschwänzt habe. Der Philosophie-Professor und ehemalige Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin wird mit Hohn übergossen, weil er freundlich auf das – gefälschte – Angebot einer fiktiven „Nationalakademie“ reagiert hat, ihm den Ehrendoktor zu verleihen, obwohl doch in dem Einladungstext „ein Hitlerzitat versteckt“ war. Wohlgemerkt, alle diese Vorgänge spielen sich nicht im Halbdunkel irgendeiner dubiosen Scherz-Szene ab, sondern werden von den ernsthaftesten Medien zu wahren Großereignissen aufgeblasen und auf den Frontseiten ausführlichst bekakelt. Man nimmt alles zum Nennwert, als handle es sich wirklich um welterschütternde Dramen. Was soll man dazu sagen? Das Freundlichste wäre noch die Feststellung, daß die „Beschuldigungen“ und Sottisen nicht die Falschen treffen, daß diese im Grunde nur die sauren Früchte ernten, die sie selber ausgesät haben. Aber das ist doch nur ein schwacher Trost angesichts einer Schmierenkomödie, die in Wahrheit ein ausgewachsenes Trauerspiel ist. Die angeblich „führenden Kreise“ im einstigen „Land der Dichter und Denker“ agieren mittlerweile nur noch zur Gaudi des grölenden Publikums als lächerliche Hampelmänner. Höchste Zeit, daß die ganze Szene endlich abgeräumt wird.

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