Geschichten für Unbestechliche

Deutschlands bekanntester Kinderbuchautor Otfried Preußler feiert seinen 80. Geburtstag. Am 20. Oktober 1923 im nordböhmischen Reichenberg als Sohn eines Lehrers geboren, ging er nach Kriegsteilnahme und fünfjähriger sowjetischer Gefangenschaft zunächst selbst in den Schuldienst und arbeitete von 1953 bis 1970 als Volksschullehrer und Rektor; nebenbei war er für den Kinderrundfunk tätig. Sein erstes Kinderbuch „Der kleine Wassermann“ veröffentlichte er 1956, ein Jahr später erschien „Die kleine Hexe“. Zu den bekanntesten seiner mittlerweile etwa 30 Bücher gehören auch der „Der Räuber Hotzenplotz“ (1962) und „Das kleine Gespenst“ (1966). Mit seiner 1971 erschienenen Geschichte um den sorbischen Zauberlehrling „Krabat“, der sich mit finsteren Mächten einläßt, erreichte er auch eine erwachsene Leserschaft. Seine Werke wurden in 52 Sprachen übersetzt und erschienen bislang in einer Gesamtauflage von mehr als 40 Millionen. Otfried Preußler erhielt zahlreiche Auszeichnungen, vor allem Kinder- und Jugendbuchpreise. Gemeinsam mit seiner Frau Annelies, mit der er seit 1949 verheiratet ist, lebt er heute in der Nähe von Rosenheim. Zu seiner Arbeit als Kinderbuchautor hat er einmal gesagt: „Ich habe die Überzeugung gewonnen, daß Kinder das beste und klügste Publikum sind, das man sich als Geschichtenerzähler nur wünschen kann. Kinder sind strenge, unbestechliche Kritiker.“ Oder wie er es in einem Interview mit dieser Zeitung (JF 22/99) ausdrückte: Kinder sind nur äußerst schwer durch Lektüre zu manipulieren.

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