Dauerhafte Notgemeinschaft

Herausgegeben vom Arbeitskreis selbständiger Kultur-Institute e.V. (AsKI) erscheinen die Kulturberichte dreimal jährlich mit einer Auflage von 17.800 Exemplaren. Zu den Mitgliedsinstituten des AsKI gehören unter anderem das Städelsche Kunstinstitut in Frankfurt am Main, das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg, die Deutsche Schillergesellschaft in Marbach am Neckar, die Wartburg-Stiftung in Eisenach, die Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden, die Stiftung Weimarer Klassik in Weimar, die Novalis-Stiftung in Wiederstedt und das Bauhaus-Archiv in Berlin. Themenschwerpunkt der aktuellen Ausgabe der „Kulturberichte“ sind die Jubiliäen im AsKI im Jahre 2002. So konnte der AsKi auf 35 Jahre seines Bestehens zurückblicken. 1967 auf Anregung des Bundesministeriums des Inneren als eine „Notgemeinschaft“ von sieben Kulturinstituten gegründet, hat der Kreis inzwischen 37 Mitglieder und betätigt sich vor allem auf drei Feldern: Ausstellungen, Publikationen und Fortbildungs- und Informationsveranstaltungen. Erinnert sei an die erfolgreichen Ausstellungen „Mythos Beethoven“ (1986), „Mythos Europa“ (1988), „Frieden durch Recht – Das Reichskammergericht von 1495 bis 1806“ (1994/95) oder zuletzt „Rückkehr in die Fremde – Remigranten und Rundfunk in Deutschland 1945-1955“. Zehnjähriges Bestehen feierte das Kasseler Museum für Sepulkralkultur, während das Deutsche Rundfunkarchiv (DRA) in Frankfurt am Main im August 2002 mit einer Jubiläumsausstellung gar auf sein 50jähriges Bestehen hinweisen konnte. Im Zusammenhang mit der Hochwasserkatastrophe im Sommer 2002 wurde auch das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden schwer geschädigt. In buchstäblich letzter Sekunde konnten jedoch fast alle Exponate und Teile des Archivs in Sicherheit gebracht werden. Dennoch beläuft sich die vorläufige Schadensbilanz auf rund eine Million Euro. Der Eröffnungstermin der Sonderausstellung „Mensch und Tier. Eine paradoxe Beziehung“ mußte auf Ende November verschoben werden. Sie läuft jedoch inzwischen mit großem Erfolg. „Bauhaus-Möbel – Eine Legende wird besichtigt“ lautet der Titel einer weiteren Ausstellung, auf die die Kulturberichte aufmerksam machen, und die bis zum 10. März im Berliner Bauhaus-Archiv zu besichtigen ist. Bis zum 16. Februar präsentiert das Schiller-Nationalmuseum in Marbach die Ausstellung „Kafkas Fabriken“, die eine Facette des Schriftstellers beleuchtet, die einen ungewohnten, sachlichen Blick auf bekannte Texte wie die „Strafkolonie“, den „Prozeß, den „Verschollenen“, das „Urteil“ oder die „Verwandlung“ eröffnet und sie im besten Fall neu lesen lehrt. Siebzig Jahre nach dem Tod des Filmregisseurs Friedrich Wilhelm Murnau bietet das Filmmuseum Berlin bis zum 4. Mai in einer Ausstellung zu Leben und Werk dieses neben Fritz Lang bedeutendsten Regisseurs der Weimarer Zeit ausführlich Gelegenheit, Murnau wieder neu zu entdecken. Kulturberichte. AsKI, Prinz-Albert-Str. 34,53113 Bonn. Die Publikation wird gegen eine freiwillige Kostenbeteiligung abgegeben. Internet: www.aski.org

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