Sie werden assimiliert

Einwanderung und Assimilation gehören zusammen. Ohne maximale Anpassung von Einwanderern an die Aufnahmegesellschaft kann ein Einwanderungsland das für ein gedeihliches Zusammenleben notwendige Mindestmaß an Homogenität nicht herstellen.

„Integration“ ist der verbindlichere Ausdruck, muß aber, wenn er einen konkreten Sinn ergeben soll, dasselbe meinen: Assimilation. Ohne die definierte Zielsetzung des Einschmelzens und Aufgehens der Eingewanderten in der aufnehmenden Nation ist alles Gerede von Integration sinnfreies und fahrlässiges Geschwafel. Um Integration im Sinne von Assimilation überhaupt zu ermöglichen, müssen Einwanderer nach Zahl, Herkunft, Qualifikation und kulturellem Hintergrund sorgfältig ausgewählt werden.

Was passiert, wenn man Einwanderungsland spielt, ohne diese notwendigen Konsequenzen zu ziehen, und zielgerichtete Einwanderungspolitik durch wolkige Phrasen à la „Integrationsland“ (CDU-Programm) und „keine Einbahnstraße“ (NRW-„Integrationsminister“ a.D. Laschet) oder gar durch multikulturelle Utopien ersetzt, zeigt mit brutaler Offenheit der gestern zu nachtschlafender Zeit ausgestrahlte ARD-Film „Kampf im Klassenzimmer – Deutsche Schüler in der Minderheit“ von Nicola Graef und Güner Balci.

Innere Emigration

Die darin porträtierte Essener Hauptschule steht pars pro toto für die fatalen Folgen ungesteuerter Einwanderung, die zuläßt, daß muslimische Parallelgesellschaften und Ghettos entstehen und eine Dimension erreichen, die die autochthone deutsche Bevölkerung zur Minderheit im eigenen Land macht.

Diese deutsche Minderheit reagiert auf das ausgrenzende Auftreten der muslimischen Mehrheit mit den drei naheliegenden Auswegen, die dem Ohnmächtigen offenstehen: Flucht (wie die Nachbarn und Freunde der ratlosen Kneipenwirtin, die nach und nach weggezogen sind), innere Emigration und äußerlich unauffälliges Durchhalten (wie ihr Sohn, der nach seinem Schulabschluß aber auch keine Zukunft in der Heimat mehr sieht), oder Selbst-Assimilation (wie die Freundin des strenggläubigen Palästinensers, die selbst zum Islam konvertiert ist und jetzt nicht mehr als „deutsche Schlampe“ traktiert wird).

Demographische Dynamik

Kulturen mit unvereinbaren Wertvorstellungen können nicht ohne Konkurrenz nebeneinander existieren – das ist der Grundirrtum des Multikulturalismus. Eine Nation, die sich weigert oder es nicht mehr fertigbringt, Einwanderer zu assimilieren, wird selbst assimiliert. Eine Kultur, die nicht Leitkultur sein will, wird von einer vitaleren verdrängt, sobald diese stark genug ist, das Vakuum zu füllen und selbst Leitkultur zu sein.

Noch sind es nur einzelne Schulen oder Straßenzüge, in denen das geschieht. Das Problem unterliegt indes der demographischen Dynamik. Wer es ignoriert, wird assimiliert. Noch ist Widerstand nicht zwecklos.

Die ARD wiederholt den Film am Freitag um 3.40 Uhr. Weitere Sendetermine: EinsExtra am Samstag (24.7.) um 17.03 Uhr und 23.20 Uhr, am Sonntag (25.7.) um 3.05 Uhr sowie am Mittwoch (28.7.) um 20.15 Uhr. Am 16. September sendet das WDR-Fernsehen den Film noch einmal um 22.30 Uhr.

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