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Die JF wird 40: Auf ins Jubiläumsjahr

Die JF wird 40: Auf ins Jubiläumsjahr

Die JF wird 40: Auf ins Jubiläumsjahr

Start in 2026: Die JUNGE FREIHEIT feiert 40jähriges Bestehen. Foto: picture alliance / Anadolu | Halil Sagirkaya
Start in 2026: Die JUNGE FREIHEIT feiert 40jähriges Bestehen. Foto: picture alliance / Anadolu | Halil Sagirkaya
Start in 2026: Die JUNGE FREIHEIT feiert 40jähriges Bestehen. Foto: picture alliance / Anadolu | Halil Sagirkaya
Die JF wird 40
 

Auf ins Jubiläumsjahr

Vierzig Jahre nach der Gründung der JUNGEN FREIHEIT gilt sie vielen als selbstverständlicher Teil der Medienlandschaft. Zugleich wird endlich benannt, daß Konservative seit 1968 systematisch aus dem Diskurs gedrängt wurden. Diese Einsicht kommt spät. Ein Kommentar von JF-Chefredakteur Dieter Stein.
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Neulich fragte mich im Vorstellungsgespräch zum Ende ein Bewerber, der bei der JUNGEN FREIHEIT arbeiten möchte: „Seit wann sind Sie eigentlich hier angestellt?“ Den Wikipedia-Artikel nicht komplett gelesen? „Ich habe die Zeitung vor 40 Jahren als 19jähriger in Freiburg gegründet.“ Er blickte mich verwundert an. Ich habe das mal als Kompliment genommen. Das Auswechseln der Redaktionsleitungen ist bei anderen Medien alle paar Jahre schließlich nichts Ungewöhnliches.

Wie Sie am links oben auf der Titelseite eingedruckten Logo sehen können, feiert die JF dieses Jahr ihr 40jähriges Bestehen. Für mich ist das Gefühl bis heute präsent, mit dieser Gründung erst kürzlich dazugestoßen zu sein. Von den etablierten Verlagen abgesehen: Was es damals alleine im konservativen Segment noch an älteren Publikationen gab, ist eine nach der anderen über den Jordan gegangen. Jetzt sind wir wohl die alteingesessenste konservative Publikation in Deutschland und aus Sicht Jüngerer: „War die nicht immer schon da?“

Mit der Gründung der JF engstens verbunden war seit 1986 die Kernfrage, die uns wie ein roter Faden bis heute begleitet: Gelingt es in Deutschland, eine demokratische Repräsentationslücke erfolgreich zu schließen, die das alte Parteiensystem offen hielt, vor allem weil die Union den konservativen Flügel nicht mehr abzudecken gewillt ist?

Späte Einsichten der Etablierten

Mit Verwunderung müssen wir registrieren, wie dieses Defizit nunmehr in der breiten öffentlichen Diskussion beim Namen genannt wird. Selbst Spatzen pfeifen es nun von den Dächern. So Spiegel-Erbe Jakob Augstein, der im Gespräch mit Paul Ronzheimer gerade die sagenhafte Einschätzung verkündete, „dieses Ausschließer-Denken, das Rechthaber-Denken, dieses Eliten-Denken“ sei „eine echte Katastrophe, weil es die Gesellschaft spaltet und weil es den Weg verbaut, um irgendwie noch zu gemeinsamen Gesprächen und zu Lösungen zu kommen“. Guten Morgen, auch schon aufgewacht?

Die systematische Diskursverweigerung mit Konservativen ist kein neues Phänomen und kein Versehen, sondern in der Folge von 1968 planmäßig Teil der Herrschaftssicherung der Linken gewesen. Davor haben die Parteien, die tonangebenden Medien und Eliten der „Mitte“ kapituliert. Nun hat sich der politische Problemstau derart gesteigert, daß trotz alledem eine Alternative dabei ist, schlicht Kraft Masse zur stärksten Partei in Deutschland zu werden. Diese Tatsache läßt sich nicht länger leugnen, weshalb die Dinge allmählich in Bewegung geraten. Spät, hoffentlich nicht zu spät. Wir werden dies auch im neuen Jahr mit kritischer Distanz beobachten.

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Aus der JF-Ausgabe 02/26.

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