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Ampel-Chaos in Berlin: Versagen im Ernstfall

Ampel-Chaos in Berlin: Versagen im Ernstfall

Ampel-Chaos in Berlin: Versagen im Ernstfall

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) (Mitte) und seine Regierung kämpfen mit verdrängten Problemen Foto: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) (Mitte) und seine Regierung kämpfen mit verdrängten Problemen Foto: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) (Mitte) und seine Regierung kämpfen mit verdrängten Problemen Foto: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
Ampel-Chaos in Berlin
 

Versagen im Ernstfall

Als die Ampel-Regierung vor gut einem Jahr gebildet wurde, mochten sich viele eine Rückkehr zu seligen Vor-Corona-Zeiten erträumen. Der Koalitionsvertrag wimmelt von regenbogenfarbenen Utopien, alles übergossen mit dem Mantra der Klimaerlösungsreligion. Der 24. Februar machte vielem einen Strich durch die Rechnung. Jetzt verheddern sich Kanzler und Minister zusehends in verdrängten Problemen, die durch den Ukraine-Krieg lawinenartig ins Rutschen gekommen sind.

Es sind Politiker am Ruder, die den Ernstfall nicht kannten, die in einer Schönwetterperiode der deutschen Geschichte groß wurden. Sie sind Erben paradiesischer Bedingungen. Wohlstand war selbstverständlich, sein Fundament hatte jedoch eine Generation gelegt, die noch mit Hunger, Krieg und Entbehrung groß geworden war.

Ein schwacher Kapitän steuert das Schiff

Würden Sie auf einen Ozeanriesen zur Atlantiküberquerung steigen, wenn Sie wüßten, daß Kapitän und Besatzung zuvor nur auf einem Spreedampfer gedient haben? So dürfen wir uns derzeit fühlen. Chaos und Inkompetenz herrschen auf der Brücke. Das Schiff schlingert und fährt in immer dichteren Nebel. Niemand weiß, wie lange der Motor noch läuft, der Diesel reicht und ob der Kapitän Schiffskarten lesen kann.

Die Bevölkerung wird derweil hilflos mit Geschenken bei Laune gehalten. Ein 9-Euro-Ticket hier, ein Tankrabatt da. Alles befristet, weil auf Dauer unfinanzierbar. Und dann? Immer wieder hoffend auf ein Wunder und ein vorzeitiges Ende des Krieges? Die Gasumlage, offensichtlich dilettantisch konstruiert, fliegt dem Sunnyboy des Kabinetts, Robert Habeck, um die Ohren.

Wer reißt das Ruder herum?

Obwohl das Schiff längst auf einen Eisberg zusteuert, wird Freibier ausgegeben, statt den Kurs zu ändern. Hier: eine Energiepolitik, die seit zwanzig Jahren in eine strategisch falsche Richtung ging. Verstockt weigert sich die etablierte Politik und willfährige Medien, die Wahrheit auszusprechen, daß die Energiewende eine wahnwitzige Fehlentscheidung war. Alle Tabus müßten fallen: Weiterbetrieb und Neubau von Kernkraftwerken, Fracking und Verpressung von CO2, um Kohlekraftwerke weiterlaufen lassen zu können.

Wer aber reißt das Ruder herum? Wir erinnern uns, wie opportunistisch Politiker und Medien in Westdeutschland ihre Fahne in den Wind drehten, als 1989 die Mauer fiel. Plötzlich waren alle für die Wiedervereinigung. Dieser Moment könnte kommen. Doch noch nimmt das Chaos auf der Brücke des Schiffs Deutschland zu. Mit einem schwachen Kapitän, der schwankend das Ruder umklammert und unvermindert auf den Eisberg zuhält.

Jf 36/22

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) (Mitte) und seine Regierung kämpfen mit verdrängten Problemen Foto: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
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