Anzeige
Anzeige

Verbände schlagen Alarm: Schickt Habeck die Wirtschaft mit der Gasumlage in den Abgrund?

Verbände schlagen Alarm: Schickt Habeck die Wirtschaft mit der Gasumlage in den Abgrund?

Verbände schlagen Alarm: Schickt Habeck die Wirtschaft mit der Gasumlage in den Abgrund?

Abgang: Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) nach der Bekanntgabe der Höhe der Gasumlage. Für viele Unternehmen ist sie kaum zu schultern. Angst vor der Rezession geht um
Abgang: Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) nach der Bekanntgabe der Höhe der Gasumlage. Für viele Unternehmen ist sie kaum zu schultern. Angst vor der Rezession geht um
Abgang: Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) nach der Bekanntgabe der Höhe der Gasumlage. Für viele Unternehmen ist sie kaum zu schultern. Foto: picture alliance / EPA | Clemens Bilan
Verbände schlagen Alarm
 

Schickt Habeck die Wirtschaft mit der Gasumlage in den Abgrund?

BERLIN. Ein Genickschlag für weite Teile der deutschen Wirtschaft könnte die von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) verkündete Gasumlage sein. Zahlreiche Verbände schlagen Alarm. Von Betriebsschließungen und Abwanderungen ins Ausland ist die Rede. In vielen Firmen herrscht Untergangsstimmung. Zu den ohnehin explodierenden Energiepreisen kommt nun noch die neue Abgabe in Höhe von 2,88 Cent pro Kilowattstunde.

Schon kurz vor der Bekanntgabe der Gasumlage haben 16 Prozent der Industriebetriebe angekündigt, daß sie wegen gestiegener Energiepreise ihren Geschäftsbetrieb einschränken oder teilweise ihre Produktion in Deutschland aufgeben müßten. Das teilte nun der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Peter Adrian, mit. Er forderte „schnell Klarheit über die angekündigten Entlastungsmaßnahmen, sonst droht eine Kaskade an Betriebsschließungen und Produktionsstopps“.

Um die größten Verwerfungen abzuwenden, solle die Regierung die Mehrwertsteuer auf den Gas- und Strompreis von 19 auf sieben Prozent senken, verlangt der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Dies müsse ab dem 1. Januar 2023 für mindestens zwei Jahre gelten.

Staatliche Lasten senken

Die mit der Umlage verbundenen Kosten überforderten viele Unternehmen, warnt der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Daher müsse diese neue Abgabe über 2024 hinaus zeitlich gestreckt werden. Auch müsse der Staat seine Steuern und Abgaben auf den Energiebezug reduzieren, forderte der stellvertretende BDI-Hauptgeschäftsführer Holger Lösch.

Bereits jetzt gebe es im Vergleich zum Vorjahr Mehrkosten von rund sieben Milliarden Euro für ihre Unternehmen, teilte die Wirtschaftsvereinigung Stahl mit. Die Gasumlage bedeute jährlich weitere Ausgaben von rund 500 Millionen Euro. Präsident Hans-Jürgen Kerkhoff klagte, wettbewerbsfähige Preise für Gas und Strom seien eine Grundvoraussetzung für die Stahlproduktion und stahlbasierte Wertschöpfung in Deutschland: „Die Bundesregierung muß dringend Wege finden, die Kosten durch die Gasumlage zu begrenzen.“

Standort Deutschland „massiv gefährdet“

Schwerwiegenden Folgen für viele Betriebe befürchtet der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK): „Der durch die Umlage weiter steigende Gaspreis trifft insbesondere diejenigen Unternehmen sehr hart, welche die steigenden Kosten nicht weitergeben können, da sie beispielsweise durch feste Lieferverträge gebunden sind oder sich nach einem gegebenen Weltmarktpreis richten müssen“, sagte Hauptgeschäftsführer Christian Seyfert. „Ohne Entlastungen für die besonders betroffenen Branchen werden diese Entwicklungen den hiesigen Unternehmens- und Industriestandort massiv gefährden.“ (fh)

Abgang: Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) nach der Bekanntgabe der Höhe der Gasumlage. Für viele Unternehmen ist sie kaum zu schultern. Foto: picture alliance / EPA | Clemens Bilan
Anzeige
Anzeige
Probeabo JF 2021 Gratis lesen

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles