Wohnblocks in Berlin rund um den U-Bahnhof Kottbusser Tor Foto: picture alliance
Gastbeitrag

Bundeshauptslum Berlin

Als entwicklungspolitischer Sprecher meiner Fraktion beschäftige ich mich täglich mit den Feinheiten der deutschen Entwicklungshilfe. Im Gegensatz zu den Kollegen der anderen Parteien vertrete ich dabei konsequent die Auffassung, daß wir nicht mehr, sondern weniger Entwicklungshilfe brauchen. Denn wer dauerhaft Almosen empfängt, für den wird Eigenverantwortung zum Fremdwort. Unsere Bundeshauptstadt Berlin taugt mittlerweile als Beispiel für ein defektes Gemeinwesen mindestens genauso gut wie Madagaskar oder das Kongo-Becken.

Neulich war ich im Berliner Regierungsviertel zu einem Geburtstagsessen eingeladen. Als ich kurz aus dem Restaurant auf den Bürgersteig trat, um mit meiner Ehefrau ungestört zu telefonieren, kam ein dunkelhäutiger Mann auf mich zu. Er sprach eine mir nicht bekannte Sprache und schlug unvermittelt mehrfach gegen mein Schienbein. Ich stieß ihn von mir und ging davon.

Erst im Laufe des Abends merkte ich, daß meine Armbanduhr fehlte. Die herbeigerufene Polizei erklärte mir nüchtern, daß der Herr, der sich jetzt im Besitz meiner Uhr befindet, mich – ganz klassisch – „angetanzt“ habe. Das „Antanzen“ kannte ich bis dahin nur aus Berichten und Erzählungen über die Kölner Silvesternacht, nicht aber als lokale Berliner Tradition.

Antanzen als eine Art ästhetischer Volkssport

Ein Polizist klärte mich auf, der Tätertypus, mit dem er in Berlin zu tun hätte, würde ohnehin zu „95 Prozent“ auf meine Täterbeschreibung passen. Freundlich informierte man mich, doch in Zukunft von der Möglichkeit einer Online-Anzeige Gebrauch zu machen.

Offenbar soll man bei Straftaten unterhalb eines Mordversuchs in Berlin nur noch eine E-Mail schreiben. So als wäre Antanzen eine Art ästhetischer Volkssport, bei dem es sich nicht einmal lohnt, eine Nummer im Straßenverkehrsamt zu ziehen. Die Aussicht darauf, daß der Täter jemals gefaßt wird, ist natürlich gering.

Auch zusammen mit meiner Familie hatte ich keine positiven Erfahrungen in der Hauptstadt gemacht. Es ist mir mittlerweile mehrfach in Berlin passiert, daß ich von Angehörigen der Antifa umstellt und beschimpft wurde, neulich sogar mit meinem kleinen Sohn im Kinderwagen.

An den Grundsatz „Ohne Sicherheit keine Entwicklung“ sollte sich der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD), erinnern. So wie Kongo, Niger und Dschibuti ist auch Berlin ein Entwicklungsland. Die Entwicklungshilfe heißt hier nur etwas netter „Länderfinanzausgleich“.

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Markus Frohnmaier ist Bundestagsabgeordneter der AfD und ist Mitglied des Entwicklungshilfeausschusses.

Wohnblocks in Berlin rund um den U-Bahnhof Kottbusser Tor Foto: picture alliance

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